46 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Köln verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Köln fragte, und Bayer Leverkusen sagte Nein, ohne über eine Summe zu reden. Es ist die eindeutigste Antwort im Fußball und die, auf die Vereine am häufigsten zurückkommen, um sie zu prüfen.
Irgendwann steht ein Verein entweder zu seinem Ehrgeiz oder gibt zu, keinen zu haben. Köln haben $10.2M für Leon Hofmann gezahlt — die lauteste Art zu sagen, wofür sie sich entschieden haben.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei Köln hat ihn als etwas anderes gehört.
Die freigegebene Summe reichte nicht. Der Vorstand wurde erneut gefragt und hat sein eigenes Angebot auf $30.4M erhöht — ein Verein, der Patrik Schick so sehr will, dass er zweimal fragt.
„Manche Entscheidungen dauern lange. Diese hat zehn Minuten gedauert — die meiste Zeit davon haben wir einen Stift gesucht.“ Saïd El Mala und Köln einigen sich auf weitere 5 Jahre.
Saïd El Mala stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Keine Ablöse, keine Vorstellung, kein Berater auf der Treppe. Lukas Schumacher ist seit Kindertagen bei diesem Verein und gehört nun offiziell zum Profikader — was für eine lokale Leserschaft jeden Transfer jeder Größe schlägt.
Vereine geben Vermögen für die Suche nach Spielern aus und finden gelegentlich einen den Flur hinunter. Karl Schreiber ist so einer, und der Empfang bei seinem ersten Einsatz wird von anderer Art sein als der jedes Neuzugangs.
Kurz notiert
Die TrainerbankRagnar Ache bekommt es vom Trainer zu hören
KaderZu viel Veränderung in zu kurzer Zeit bei Köln
Die TrainerbankSaïd El Mala klopft an die Tür des Trainers
5‑0 — und die Schlagzeilen gehörten Thomas Onisiwo, an einem Nachmittag, an dem Stripfing schlicht alles gelang. Von solchen Tagen erzählt man den ganzen Winter.
„Ich habe zugehört, ich habe darüber nachgedacht, und ich bleibe. Das ist die ganze Geschichte.“ Die Vereine hatten sich auf eine Ablöse geeinigt. Thomas Onisiwo hatte nicht eingewilligt zu gehen, und das erwies sich als der entscheidende Teil.
Die Vereine haben sich mit Wolfsberger AC die Hand gegeben; der Spieler noch nicht. Als Nächstes kommen die persönlichen Bedingungen, und an denen sterben mehr Transfers, als irgendwer druckt.
Das Angebot ging diese Woche an Rapid Wien, und die Antwort liegt bei ihnen. Erste Angebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Stripfing hatte alles erledigt, außer den Mann selbst zu überzeugen. Er bleibt bei Rapid Wien, und der Trainer geht mit dem Geld noch auf der Bank zurück ans Reißbrett.
Die freigegebene Summe reichte nicht. Der Vorstand wurde erneut gefragt und hat sein eigenes Angebot auf $94.6K erhöht — ein Verein, der Mame Wade so sehr will, dass er zweimal fragt.
Köln ist mit einem Angebot zu Stripfing gegangen, und die Anhänger sind mit einer Meinung dazu ins Internet gegangen. Ob eines von beiden etwas ändert, entscheidet der verkaufende Verein.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Köln hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Ellyes Skhiri und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei Köln, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Gideon Mensah.
Er wird nicht aussortiert. Es gibt in der Formation, die Köln spielt, schlicht keine Stelle für einen Mann, der tut, was er tut — und das ist schwerer zu hören als jede Aufstellung.
„Es hat lange genug gedauert. Lieber rede ich Klartext, als dass es weiter im Raum steht.“ Zehn Minuten hinter verschlossener Tür bei Köln, und beide kamen mit den Worten heraus, es sei alles in Ordnung.
Noch 49 Monate, und von oben kommt nichts – kein Angebot, keine Gespräche, nichts, worauf seine Leute antworten könnten. Vereine, die den Kalender verhandeln lassen, verhandeln am Ende mit dem Kalender.
„Man hat es mir klar gesagt, und so ist es mir lieber.“ Der Trainer von Köln hat Matthias Köbbing deutlich gemacht, woran er ist — mehr bekommen viele nie.
Kurz notiert
KaderMarius Bülter will wissen, warum er weniger verdient
Das Angebot von Hartberg für Michael Mayer wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Noch ein Name auf der Liste: Köln hat die Frage gestellt, die sich im Fußball gerade alle über Leon Hofmann stellen. Die Antwort von Stripfing hat sich nicht geändert — noch nicht.
Stripfing ist mit einem Angebot zu Rapid Wien gegangen, und die Anhänger sind mit einer Meinung dazu ins Internet gegangen. Ob eines von beiden etwas ändert, entscheidet der verkaufende Verein.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Stripfing hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Stripfing diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Bruno Lucchesi stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Am Ende stand ein 2‑1, und es war der Nachmittag von Thomas Onisiwo: zur Stelle, als es zählte — und der Grund, warum die Punkte bei Stripfing bleiben.
Es gibt eine besondere Wärme, die ein Stadion für einen 22-Jährigen aufhebt, den es als seinen empfindet. Thomas Onisiwo hat sie jetzt — und alles, was er hier noch tut, wird an dem Wohlwollen gemessen, das er geschenkt bekam.