3‑0 — und die Schlagzeilen gehörten Mikey Moore, an einem Nachmittag, an dem Pescara schlicht alles gelang. Von solchen Tagen erzählt man den ganzen Winter.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Pescara — und es wird nicht zurückgezogen.
Manche Tore gewinnen ein Spiel, andere nehmen es jemandem weg. Filippo Alessio traf in der 89. Minute, Torino dachte längst an die Heimfahrt, und Pescara nahmen alles mit.
Ablöse vereinbart, Gehalt vereinbart, und Dolomiti Bellunesi wartet mit einem Trikot. Bei Pescara tut niemand mehr so, als wäre es anders, und die Anhänger fragen nicht mehr ob, sondern wann.
Spielernoten28.01.2036
Das Alter hat Mao Hosoya noch nicht eingeholt — 7.89
Mit 34 soll er eigentlich seine Minuten einteilen. Stattdessen bekam er eine 7.89 und wirkte neunzig Minuten lang exakt wie der Spieler, an den sich alle erinnern.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Pescara tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Sidiki Chérif stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Pescara — und es wird nicht zurückgezogen.
Matteo Prati und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Matthew Anderson stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Jede Serie endet an einem Nachmittag, den irgendwer als Pflichtaufgabe abgehakt hatte. Diese hielt 5 Spiele — lang genug, dass eine Stadt aufgehört hatte mitzuzählen, und kurz genug, dass sie sich genau merkt, wer sie beendet hat.
Vorstand31.12.2035
In der Kabine von Pescara ging niemand schnell nach Hause
Die Tür blieb nach dem Schlusspfiff lange zu. Was drinnen gesagt wurde, geht nur sie etwas an; ob es gewirkt hat, entscheidet der Samstag.
„Die Anhänger dürfen wütend sein. Ich bin es auch. Wir werden das in Ordnung bringen.“ 0‑3, ein Trainer, der das Notwendige sagt, und eine Kabine, die eine andere Fassung davon zu hören bekam.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Eray Korkmaz, und der Trainer ließ es geschehen.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei Pescara hat ihn als etwas anderes gehört.
Sidiki Chérif stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader03.12.2035
Ethan Luvambano gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Minute 89, gegen Avellino, und ein Tor, das sich für alle Gebliebenen wie ein Sieg anfühlte. Es war ein Unentschieden. Niemand, der das Stadion verließ, wird es so nennen.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei Pescara, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Matteo Prati.
Der Trainer hat seine Rangfolge neu sortiert, und Otis Caporusso kam dabei weiter unten heraus. Man wird ihm sagen, es sei vorübergehend, und die Spieler, die das schon einmal gehört haben, werden seinem Blick ausweichen.
Kurz notiert
KaderEin Platz in der Elf des Monats für Mao Hosoya
15 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. Pescara verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Pescara hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Pescara tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Matteo Prati und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Spiel03.11.2035
Pescara machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
10 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Kurz notiert
KaderWorte auf dem Trainingsplatz von Pescara darüber, wer wie hart arbeitet
Marcus Linday verletzt sich am Kniebandapparat — 22 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 22 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Pescara — und es wird nicht zurückgezogen.
Die erste Niederlage nach 13 Spielen. Der Trainer wird sagen, sie musste irgendwann kommen; die Kabine wird sagen, nicht gegen Modena; die Anhänger werden die ganze Woche beides sagen, in dieser Reihenfolge.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Pescara tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Donyell Malen und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Ayuub Abdulle hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
„Man hat es mir klar gesagt, und so ist es mir lieber.“ Der Trainer von Pescara hat Donyell Malen deutlich gemacht, woran er ist — mehr bekommen viele nie.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Matthew Anderson stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
60 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. Pescara verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ Pescara erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Die Serie ohne Niederlage steht bei 10. Manche Spiele waren Siege, manche waren Fluchten, aber eine Mannschaft, die sich weigert zu verlieren, ist eine Mannschaft, über die andere Kabinen reden.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und Pescara können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Matteo Prati stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Die Regeln erlauben es, und es tut trotzdem weh. Eray Korkmaz hat sich für den Sommer mit Spezia geeinigt, und bis dahin trägt er dieses Trikot als Spieler, der sein nächstes schon gewählt hat.
Kader24.09.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von Pescara darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Matthew Anderson steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
29 Spiele hatte es gedauert. Die Spieler feierten nicht wie Männer, die ein Spiel gewonnen haben, sondern wie Männer, die man aus etwas herausgelassen hat.
Vier Absätze auf der Vereinsseite, keiner davon über Fußball. Der Vorstand dankte ihm, wünschte ihm alles Gute und hatte die Suche laufen, bevor die Seite online war.
Es ist keine Stimmung auf den Rängen mehr, sondern etwas Organisiertes. Vorstände können eine schlechte Atmosphäre lange ignorieren; diese Stufe davon nicht sehr lange.
Kader14.08.2034
Víctor Cumpa verletzt sich am Kniebandapparat — 85 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 85 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Marco 09 wird dieses Spiel schnell vergessen wollen: 3‑0, jeder Zweikampf verloren, dazu eine lange Heimfahrt. Famalicao war gnadenlos auf die Art, auf die gute Mannschaften gnadenlos sind.
Vorstand14.08.2034
Famalicao hat niemanden mehr, der das Training leitet
Keine Interimslösung — eine Institution mit leerem Trainerbüro. Diese Woche leitet ein Unbekannter die Einheiten, und die Frage, wie ein Verein in diesen Zustand gerät, wird dem Vorstand gestellt und von ihm nicht beantwortet.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Famalicao hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und Famalicao können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Gastón Segovia ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Famalicao hat der Abschied leise begonnen.
Die Regeln erlauben es, und es tut trotzdem weh. João Rodrigues hat sich für den Sommer mit 1º Dezembro geeinigt, und bis dahin trägt er dieses Trikot als Spieler, der sein nächstes schon gewählt hat.
15 Einsätze und 9 Tore in der Fremde — und ein Spieler, den der Trainer im August nicht hatte. Genau darauf hofft man bei einer Leihe, und die meisten liefern es nicht.
Joao Acosta und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Pedro Jesus stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
„Es hat lange genug gedauert. Lieber rede ich Klartext, als dass es weiter im Raum steht.“ Zehn Minuten hinter verschlossener Tür bei Famalicao, und beide kamen mit den Worten heraus, es sei alles in Ordnung.
Kurz notiert
TransfermarktWeiterhin keine Unterschrift von Pape Führer
Die TrainerbankAyuub Abdulle ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Die TrainerbankDer Trainer gibt Valentin Ferstl ein Versprechen