95 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. Hapoel Tel Aviv verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Hapoel Tel Aviv tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Hapoel Tel Aviv diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Aiham Ousou stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Die Trainerbank16.08.2032
Roei Alkukin wieder unter einem Trainer, der ihn kennt
Der neue Mann bei Hapoel Tel Aviv hat schon einmal mit Roei Alkukin gearbeitet, und es lief gut. Er kommt mit einem fertigen Bild vom Spieler — das ist mehr wert als jede Vorbereitung.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei Hapoel Tel Aviv, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Roei Alkukin.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Hapoel Tel Aviv hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um Hapoel Tel Aviv spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Jens Castrop und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Kader02.08.2032
Amit Ohana gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Die Trainerbank02.08.2032
Roei Alkukin wieder unter einem Trainer, der ihn kennt
Der neue Mann bei Hapoel Tel Aviv hat schon einmal mit Roei Alkukin gearbeitet, und es lief gut. Er kommt mit einem fertigen Bild vom Spieler — das ist mehr wert als jede Vorbereitung.
Jeder Trainer hat im Kopf eine kurze Liste der Männer, die er auf dem Platz haben will, wenn es ernst wird, und sie wird nie veröffentlicht. Die Aufstellungen für die großen Nachmittage sagen, dass Sayed Abu Farchi darauf steht.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei Hapoel Tel Aviv, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Ethane Azoulay.
Die Degradierung, die ein Verein nie verkündet und eine Kabine immer bemerkt. Bakary Konaté ist weiter von der Mannschaft entfernt als zuvor, und den Grund erfährt er erst, wenn er fragt.
Kurz notiert
Die TrainerbankAiham Ousou bittet den Trainer um ein Gespräch
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Hapoel Tel Aviv hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Es ist der legitimste Ehrgeiz des Sports und für die meisten Vereine der am schwersten zu erfüllende. Jens Castrop will internationalen Fußball; ob Hapoel Tel Aviv das liefern kann, ist eine Frage der nächsten zwei Saisons, nicht eine über ihn.
Das ist keine Rotation. Amit Ohana gehört seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Planungen des Trainers, und bei Hapoel Tel Aviv tut niemand mehr so als ob.
Noch ein Name auf der Liste: Hapoel Kfar Saba hat die Frage gestellt, die sich im Fußball gerade alle über Amit Ohana stellen. Die Antwort von Hapoel Tel Aviv hat sich nicht geändert — noch nicht.
Niv Yehoshua und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Kader26.07.2032
Aiham Ousou gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Das ist keine Rotation. Amit Ohana gehört seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Planungen des Trainers, und bei Hapoel Tel Aviv tut niemand mehr so als ob.
Doron Leidner und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Kader31.05.2032
Worte auf dem Trainingsplatz von Hapoel Tel Aviv darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Amit Ohana steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Transfermarkt31.05.2032
Eine gut genutzte Saison in der Fremde für Hisham Layous
20 Spiele, 2 Tore und eine Kaderoption, die ohne Ablöse angekommen ist. Die interessante Frage bei Hapoel Tel Aviv ist jetzt nicht, ob er spielt, sondern wen er verdrängt.
„Ich habe alles hineingesteckt, aber meine Familie ist nicht hier — und ich, ehrlich gesagt, auch nicht.“ Eine Formkrise lässt sich trainieren. Das hier hat noch niemand wegtrainiert, und bei Hapoel Tel Aviv weiß man das.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Ethane Azoulay, und der Trainer ließ es geschehen.
Die Trainerbank31.05.2032
Roei Alkukin wieder unter einem Trainer, der ihn kennt
Der neue Mann bei Hapoel Tel Aviv hat schon einmal mit Roei Alkukin gearbeitet, und es lief gut. Er kommt mit einem fertigen Bild vom Spieler — das ist mehr wert als jede Vorbereitung.
Aiham Ousou gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
„An manchen Morgen wachst du auf und alles, was du kennst, ist noch immer weit weg.“ Es ist nicht der Fußball und war es nie: Hapoel Tel Aviv hat es mit einem Mann zu tun, der ein anderes Land will.
Jeder Verein im Fußball zahlt den Großteil dessen, was er einnimmt, an seine Spieler. Fast alles zu zahlen ist eine andere Konstruktion, und sie ist jedes Mal gleich ausgegangen, wenn jemand sie versucht hat.
Ein in einem Transferfenster neu gebauter Kader zahlt dafür in einer Währung, die niemand einplant. Der Fußball ist nicht schlechter als die Summe der Spieler; er ist schlechter als die Summe der Spieler, die schon einmal zusammengespielt haben.
Jeder Trainer hat im Kopf eine kurze Liste der Männer, die er auf dem Platz haben will, wenn es ernst wird, und sie wird nie veröffentlicht. Die Aufstellungen für die großen Nachmittage sagen, dass Ali Al-Hamadi darauf steht.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei Hapoel Tel Aviv, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Niv Yehoshua.
Der Trainer hat eine Liste, und der Vorstand hat eine Bedingung daran geknüpft. Das ist keine Krise — der halbe Fußball funktioniert so — aber es entscheidet, wer von beiden sich im August durchsetzt.
Kurz notiert
TransfermarktDas Gerede um Stav Toriel reißt nicht ab
TransfermarktWeiterhin keine Unterschrift von Or Israelov
5‑1 — und die Schlagzeilen gehörten Ali Al-Hamadi, an einem Nachmittag, an dem Hapoel Tel Aviv schlicht alles gelang. Von solchen Tagen erzählt man den ganzen Winter.
„Es war nicht das Richtige für mich. Ich werde das niemandem erklären außer den Leuten, denen ich eine Erklärung schulde.“ Ein zwischen zwei Vereinen vereinbarter Wechsel, und ein Spieler, der es ablehnte, Teil davon zu sein.
„Ich habe hier alles gegeben und brauche eine neue Aufgabe.“ Der Antrag ist offiziell, und das Verhältnis wird nie wieder dasselbe sein.
Spielernoten26.01.2032
Das Alter hat Musa Al-Tamari noch nicht eingeholt — 8.52
Mit 34 soll er eigentlich seine Minuten einteilen. Stattdessen bekam er eine 8.52 und wirkte neunzig Minuten lang exakt wie der Spieler, an den sich alle erinnern.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Douglas Borel ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Hapoel Tel Aviv hat der Abschied leise begonnen.
6 Tore. Beide Bänke sahen in der zweiten Halbzeit eher einander an als aufs Feld. Puristen werden sich über Hapoel Tel Aviv und Bnei Sakhnin gleichermaßen beschweren; alle anderen hatten einen wunderbaren Tag.
Emmanuel Essiam und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um Hapoel Tel Aviv spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
„An manchen Morgen wachst du auf und alles, was du kennst, ist noch immer weit weg.“ Es ist nicht der Fußball und war es nie: Hapoel Tel Aviv hat es mit einem Mann zu tun, der ein anderes Land will.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Hapoel Tel Aviv diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Ein Mittelfeldspieler wird daran gemessen, ob die Mannschaft funktioniert, wenn er auf dem Platz steht — kaum zu sehen und im Rückblick vollkommen offensichtlich. 9 Aktionen, 7.05, und ein Trainer, der ihn so schnell nicht wieder auswechselt.
Kader19.01.2032
Worte auf dem Trainingsplatz von Hapoel Tel Aviv darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Musa Al-Tamari steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Note 7.62 nach einem Nachmittag, den er vom ersten bis zum letzten Pfiff durchlief. Was bei Hapoel Tel Aviv sonst schieflief — den besten Mann auf dem Platz hatten sie.
3‑0 — und die Schlagzeilen gehörten Stav Toriel, an einem Nachmittag, an dem Hapoel Tel Aviv schlicht alles gelang. Von solchen Tagen erzählt man den ganzen Winter.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Hapoel Tel Aviv offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Der Spielball gehört Stav Toriel, dessen 3 Tore aus einem schwierigen Nachmittag einen Spaziergang machten.
Spielernoten01.12.2031
Das Alter hat Musa Al-Tamari noch nicht eingeholt — 8.30
Mit 34 soll er eigentlich seine Minuten einteilen. Stattdessen bekam er eine 8.30 und wirkte neunzig Minuten lang exakt wie der Spieler, an den sich alle erinnern.
Inzwischen 4 Siege in Serie, und die Frage lautet nicht mehr, ob die Serie endet, sondern wer sie beendet. Solches Selbstvertrauen lässt sich nicht kaufen; es muss genau auf diese Weise verdient werden.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Douglas Borel ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Hapoel Tel Aviv hat der Abschied leise begonnen.
Note 9.74 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
Emmanuel Essiam und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Kurz notiert
VorstandGehälter verschlingen 142% der Einnahmen von Hapoel Tel Aviv
SpielSchon wieder etwas mitgenommen
SpielernotenAli Al-Hamadi lief sie den ganzen Tag an
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Hapoel Tel Aviv offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Or Israelov ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Hapoel Tel Aviv hat der Abschied leise begonnen.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ Hapoel Tel Aviv erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Douglas Borel hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
Jo Jin-Ho und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Ein Knochen, die eine Verletzung mit Kalender. Hapoel Tel Aviv wird ein Rückkehrdatum nennen und damit, ungewöhnlich für diese Branche, wahrscheinlich recht behalten.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Douglas Owusu ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Hapoel Tel Aviv hat der Abschied leise begonnen.
Marco Coronas und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Ich habe es versucht. Ich habe es wirklich versucht, und jeden Tag wache ich am falschen Ort auf.“ Das kann bei Hapoel Tel Aviv niemand aus einem Mann heraustrainieren, und niemand dort tut so, als ob.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Musa Al-Tamari stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Douglas Owusu, und der Trainer ließ es geschehen.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei Hapoel Tel Aviv, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Emmanuel Essiam.
Jeder Trainer hat im Kopf eine kurze Liste der Männer, die er auf dem Platz haben will, wenn es ernst wird, und sie wird nie veröffentlicht. Die Aufstellungen für die großen Nachmittage sagen, dass Musa Al-Tamari darauf steht.
Jede Pressekonferenz beginnt und endet inzwischen gleich: mit der Zukunft von Stav Toriel. Dem Trainer gehen die neuen Formulierungen aus, um nichts zu sagen.
3‑0 — und die Schlagzeilen gehörten Jo Jin-Ho, an einem Nachmittag, an dem Hapoel Tel Aviv schlicht alles gelang. Von solchen Tagen erzählt man den ganzen Winter.
Ein Knochen, die eine Verletzung mit Kalender. Hapoel Tel Aviv wird ein Rückkehrdatum nennen und damit, ungewöhnlich für diese Branche, wahrscheinlich recht behalten.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Sayed Abu Farchi ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Hapoel Tel Aviv hat der Abschied leise begonnen.
Zwei Tore und eine 8.16 dazu. Stürmer werden an solchen Nachmittagen gemessen und an weit weniger davon erinnert, als man glaubt.
Spielernoten10.11.2031
Das Alter hat Musa Al-Tamari noch nicht eingeholt — 8.42
Mit 34 soll er eigentlich seine Minuten einteilen. Stattdessen bekam er eine 8.42 und wirkte neunzig Minuten lang exakt wie der Spieler, an den sich alle erinnern.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei Hapoel Tel Aviv hat ihn als etwas anderes gehört.
Doron Leidner stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Note 8.19 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
Kader10.11.2031
Musa Al-Tamari gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Bakary Konaté bricht sich einen Knochen — 45 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 45 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Es gibt einen Punkt, an dem ein Gehaltsetat aufhört, ehrgeizig zu sein, und zu dem Grund wird, warum sonst nichts mehr geht — dieser Verein hat ihn erreicht. Für einen Transfer, eine Tribüne oder einen Regentag bleibt nichts übrig.
Am Ende stand ein 2‑0, und es war der Nachmittag von Sayed Abu Farchi: zur Stelle, als es zählte — und der Grund, warum die Punkte bei Hapoel Tel Aviv bleiben.
„Ich habe alles hineingesteckt, aber meine Familie ist nicht hier — und ich, ehrlich gesagt, auch nicht.“ Eine Formkrise lässt sich trainieren. Das hier hat noch niemand wegtrainiert, und bei Hapoel Tel Aviv weiß man das.
Note 8.12 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
Ibrahim Sabra und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Hapoel Tel Aviv offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
15 Spiele ohne Niederlage, und dann Maccabi Tel Aviv. Niemand im Stadion hat so getan, als ginge es ewig weiter; dass es ausgerechnet hier endet, hat aber auch niemand erwartet.
Emmanuel Essiam stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Doron Leidner, und der Trainer ließ es geschehen.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Musa Al-Tamari stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
„Wir waren heute nicht gut genug, und ich werde das nicht schönreden.“ Sagiv Weissman nach dem 1‑3, im Ton eines Mannes, der die nächste Frage kennt und nicht vorhat, sie zu beantworten.
Gelungene Dribblings: 13. Jedes Mal, wenn er den Ball hatte, musste jemand eine Entscheidung treffen, und jedes Mal war sie falsch.
Die Trainerbank27.10.2031
Ibrahim Sabra ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei Hapoel Tel Aviv sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
21 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. Hapoel Tel Aviv verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Jetzt 15 Spiele ungeschlagen. Manche wurden erarbeitet, manche überstanden — aber es entsteht eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten sind das Schwerste, wogegen man im Fußball spielen kann.
Kader20.10.2031
Bakary Konaté bricht sich einen Knochen — 63 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 63 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
3‑0, und das Ergebnis schmeichelte niemandem – es hätte noch ein, zwei Tore mehr vertragen, ohne dass sich jemand beschwert hätte. Für solche Nachmittage kommen die Leute.
Es gibt ein Alter, ab dem jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher beschrieben wird — unfair und zugleich zutreffend. 8.43 mit 34, und niemand auf dem Platz war besser.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Hapoel Tel Aviv tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ist der legitimste Ehrgeiz des Sports und für die meisten Vereine der am schwersten zu erfüllende. Jo Jin-Ho will internationalen Fußball; ob Hapoel Tel Aviv das liefern kann, ist eine Frage der nächsten zwei Saisons, nicht eine über ihn.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Hapoel Tel Aviv diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Silvio Merkaj verletzt sich am Kniebandapparat — 30 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 30 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Kader13.10.2031
Bakary Konaté bricht sich einen Knochen — 72 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 72 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Sayed Abu Farchi ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Hapoel Tel Aviv hat der Abschied leise begonnen.
Ibrahim Sabra und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
„Ich habe es versucht. Ich habe es wirklich versucht, und jeden Tag wache ich am falschen Ort auf.“ Das kann bei Hapoel Tel Aviv niemand aus einem Mann heraustrainieren, und niemand dort tut so, als ob.
„Da ist eine Lücke, und so zu tun, als wäre sie nicht da, hilft niemandem.“ Keine Seite hat sich bewegt, und der Kalender arbeitet für genau eine davon.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Wieder eine Woche, wieder ein Gerücht, wieder ein Dementi, das niemand so recht glaubt. Hapoel Tel Aviv weiß, dass der Markt solche Dinge entscheidet, nicht die Sportseiten – aber die Sportseiten sind lauter.
Er trug einmal das andere Trikot. Am Samstag spielt er in diesem gegen Bnei Sakhnin, und was auch immer er diese Woche darüber sagt, dass es nur ein Spiel wie jedes andere sei, wird nicht stimmen.
Kurz notiert
TransfermarktWeiterhin keine Unterschrift von Ali Al-Hamadi
Die TrainerbankDer Trainer gibt Ori Dahan ein Versprechen
Hapoel Tel Aviv machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
31 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Kader22.09.2031
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Silvio Merkaj
52 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Hapoel Tel Aviv verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Die Serie ohne Niederlage steht bei 11. Manche Spiele waren Siege, manche waren Fluchten, aber eine Mannschaft, die sich weigert zu verlieren, ist eine Mannschaft, über die andere Kabinen reden.
Spielernoten22.09.2031
Das Alter hat Musa Al-Tamari noch nicht eingeholt — 8.22
Mit 34 soll er eigentlich seine Minuten einteilen. Stattdessen bekam er eine 8.22 und wirkte neunzig Minuten lang exakt wie der Spieler, an den sich alle erinnern.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um Hapoel Tel Aviv spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei Hapoel Tel Aviv hat ihn als etwas anderes gehört.
Doron Leidner und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Am Ende stand ein 2‑0, und es war der Nachmittag von Musa Al-Tamari: zur Stelle, als es zählte — und der Grund, warum die Punkte bei Hapoel Tel Aviv bleiben.