Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um Hamburger SV spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Kamil Grabara und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Kader31.03.2036
Worte auf dem Trainingsplatz von Hamburger SV darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Luca Pazourek steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
„Da ist eine Lücke, und so zu tun, als wäre sie nicht da, hilft niemandem.“ Keine Seite hat sich bewegt, und der Kalender arbeitet für genau eine davon.
Die Trainerbank31.03.2036
Hugo Ekitiké ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei Hamburger SV sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
Kader31.03.2036
Zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit bei Hamburger SV
9 Zugänge in drei Monaten. Jeder einzelne kann eine Verbesserung sein, und die Mannschaft kann trotzdem eine Weile schlechter sein — der Teil eines Umbruchs, der in keiner Transferfenster-Bilanz auftaucht.
„Hier steht niemand über einer Ansage.“ Ein Name fiel nicht, aber die Kabine kann zählen, und alle Zuhörer konnten es auch.
Die Trainerbank31.03.2036
Žan Mauricio wird noch immer für einen Fehler bestraft
Niemand bestätigt es, und die Aufstellungen bestätigen es jede Woche. Ein Fehler hat ihm eine Zeit als zweite Wahl eingebracht, die schon jetzt länger dauert, als der Fehler es verdient hätte.
Kurz notiert
TransfermarktLeandro Morgalla wird mit einem Abgang in Verbindung gebracht
Mit 33 wird jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher bezeichnet, und dieser war eine: 7.85, und niemand auf dem Platz war besser.
Spielernoten10.03.2036
Ein Verteidigertor entscheidet es für Hamburger SV — 7.96
1 für Luca Pazourek, Note 7.96 — und der Name eines Innenverteidigers in dem Teil des Berichts, in den er sonst nur aus Versehen gerät. In der Kabine wird man ihn einen Monat lang daran erinnern.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Hamburger SV tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Rayan Demirci hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
Kacper Urbański und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
26 Einsätze bei Borussia Mönchengladbach, und die Tore fallen nicht mehr. Hamburger SV hat einen Torhüter verliehen und schaut zu, wie die Saison eines anderen Vereins Woche für Woche besser wird.
Spiel08.03.2036
Hamburger SV machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
8 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Kurz notiert
KaderWorte auf dem Trainingsplatz von Hamburger SV darüber, wer wie hart arbeitet
Platz 16, 17 Punkte und ein Restprogramm mit weniger Spielen darin als Ausreden. Die Mathematik ist noch nicht grausam, aber freundlich ist sie nicht mehr.
Die Vereine haben die Ablöse geklärt, und er hat sein Gehalt geklärt. Was bleibt, sind ein Medizincheck und ein Foto, und rund um VfB Stuttgart haben die Leute angefangen, seinen Namen in der Vergangenheitsform zu sagen.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei VfB Stuttgart — und es wird nicht zurückgezogen.
Das Angebot von Köln für Renzo Machado wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Alles mit Borussia Dortmund geklärt, alles mit dem Spieler geklärt; ein Arzt ist der Einzige, der noch zu überzeugen ist. Bis zum Foto sind es noch ein, zwei Tage.
Ian Ariza und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Form kommt und geht; das hier ist nicht gegangen. Niklas Frank ist 18, und die Version, die jetzt trainiert, hätte es in die Mannschaft von vor einem Jahr nicht geschafft.
Anhänger organisieren sich gegen den Vorstand von VfB Stuttgart
Eine schlechte Stimmung kann man aussitzen. Eine Gruppe von Leuten, die sich hinterher trifft, um zu beschließen, was dagegen zu tun ist, nicht – und jeder im Haus weiß, in welchem Stadium man sich befindet.
Die Führung hat öffentlich gesagt, was intern längst gesagt wurde. Die Ergebnisse bis zur nächsten Sitzung entscheiden, und im Verein kennt jeder die Rechnung.
Die Vereine haben die Ablöse geklärt, und er hat sein Gehalt geklärt. Was bleibt, sind ein Medizincheck und ein Foto, und rund um VfB Stuttgart haben die Leute angefangen, seinen Namen in der Vergangenheitsform zu sagen.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Jan-Carlo Simić ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei VfB Stuttgart hat der Abschied leise begonnen.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und VfB Stuttgart können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
6 Spiele, kein Treffer, und ein Trainingsgelände, das alles versucht hat. Es wird enden — Durststrecken enden immer — aber niemand bei VfB Stuttgart kann sagen, in welcher Woche.
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ VfB Stuttgart schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Jetzt 12 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
Spiel31.12.2035
Für VfB Stuttgart ist jetzt jeder Punkt ein Streitfall
Platz 16, 12 Punkte — und in diesem Teil der Stadt wird die Tabelle von unten gelesen. Der Kalender ist kein Spielplan mehr, sondern ein Countdown.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Mario Mitaj ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei VfB Stuttgart hat der Abschied leise begonnen.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei VfB Stuttgart — und es wird nicht zurückgezogen.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Die allgemeine Fassung dieser Klage lautet, ein Spieler wolle mehr. Die konkrete benennt die Sache: Er will unter Flutlicht gegen Klubs aus anderen Ländern auflaufen, und er tut nicht länger so, als wäre es anders.
5 Spiele, kein Treffer, und ein Trainingsgelände, das alles versucht hat. Es wird enden — Durststrecken enden immer — aber niemand bei VfB Stuttgart kann sagen, in welcher Woche.
Anhänger, die singen, wenn es schlecht läuft, sind Anhänger. Anhänger, die sich danach versammeln, sind ein Problem — und im Verein weiß jeder, welches von beiden das inzwischen ist.
Spiel08.12.2035
Kein Ende in Sicht: VfB Stuttgart wartet weiter auf einen Sieg
Nun 9 Spiele ohne Sieg, und die Ausreden sind dünner geworden als die Geduld. Irgendjemand bei VfB Stuttgart muss irgendwoher ein Ergebnis holen.
Die Vereine haben die Ablöse geklärt, und er hat sein Gehalt geklärt. Was bleibt, sind ein Medizincheck und ein Foto, und rund um VfB Stuttgart haben die Leute angefangen, seinen Namen in der Vergangenheitsform zu sagen.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei VfB Stuttgart — und es wird nicht zurückgezogen.
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ VfB Stuttgart schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Facundo Carrizo ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei VfB Stuttgart hat der Abschied leise begonnen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei VfB Stuttgart diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Jetzt 8 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei VfB Stuttgart tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei VfB Stuttgart hat ihn als etwas anderes gehört.
Er wird bis zum Sommer hier spielen und dann kostenlos durch die Tür gehen, weil er längst anderswo unterschrieben hat. Den ersten Teil dieses Satzes verkraften die Fans; am zweiten werden sie zu knabbern haben.
Kader03.12.2035
Martial Godo bekommt den Wechsel, den er immer wollte
Fußballer werden so oft nach dem Verein ihrer Kindheit gefragt, dass niemand mehr auf die Antwort hört. Martial Godo hat gerade bei VfB Stuttgart unterschrieben — und diesmal zählte die Antwort.
Ian Ariza und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei VfB Stuttgart tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Die Trainerbank19.11.2035
Karlo Zulfić: Das war mir anders versprochen worden
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ VfB Stuttgart schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Er wird bis zum Sommer hier spielen und dann kostenlos durch die Tür gehen, weil er längst anderswo unterschrieben hat. Den ersten Teil dieses Satzes verkraften die Fans; am zweiten werden sie zu knabbern haben.
Kevin Kelsy stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader19.11.2035
Zépiqueno Redmond gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
„An manchen Morgen wachst du auf und alles, was du kennst, ist noch immer weit weg.“ Es ist nicht der Fußball und war es nie: VfB Stuttgart hat es mit einem Mann zu tun, der ein anderes Land will.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Buba Sangaré, und der Trainer ließ es geschehen.
Als Schlagzeile taugt es wenig, und es ist der Grund, warum Spieler dem nächsten Versprechen glauben. VfB Stuttgart sagte Roman Salenko, etwas werde passieren, und dann passierte es — was in dieser Branche als bemerkenswert durchgeht.
Kurz notiert
Die TrainerbankKevin Kelsy bittet den Trainer um ein Gespräch
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um VfB Stuttgart spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei VfB Stuttgart — und es wird nicht zurückgezogen.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Jetzt 4 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Mario Mitaj hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
4 Spiele, kein Treffer, und ein Trainingsgelände, das alles versucht hat. Es wird enden — Durststrecken enden immer — aber niemand bei VfB Stuttgart kann sagen, in welcher Woche.
Es ist keine Beschwerde und keine Forderung: Er will international spielen, und er hat aufgehört, es zu verbergen. Ob VfB Stuttgart ihm das geben kann, ist eine Frage über den Verein, nicht über ihn.
Die häufigste Verletzung im Fußball und die, nach der am meisten überstürzt wird. VfB Stuttgart nennt 16 Tage und wird vorsichtig damit umgehen, denn die zweite ist immer schlimmer als die erste.
Yousef Salech verletzt sich am Kniebandapparat — 37 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 37 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Er wird bis zum Sommer hier spielen und dann kostenlos durch die Tür gehen, weil er längst anderswo unterschrieben hat. Den ersten Teil dieses Satzes verkraften die Fans; am zweiten werden sie zu knabbern haben.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Harry Lister ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei VfB Stuttgart hat der Abschied leise begonnen.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Zépiqueno Redmond stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Nico Schlotterbeck und VfB Stuttgart einigen sich auf weitere 3 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei VfB Stuttgart, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Zépiqueno Redmond.
Yousef Salech verletzt sich am Kniebandapparat — 44 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 44 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Die Tafel war oben, das Diskutieren hatte begonnen, und dann lag der Ball in der 93. Minute im Netz. SC Freiburg wird jede Sekunde der Nachspielzeit eine Woche lang nachspielen.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und VfB Stuttgart können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei VfB Stuttgart hat ihn als etwas anderes gehört.
39 Tage mit leerem Stuhl, eine Namensliste, die täglich wächst und schrumpft, und keine einzige Unterschrift. Jede Woche nimmt die besten Kandidaten von dieser Liste.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Mariano Rizzi ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei VfB Stuttgart hat der Abschied leise begonnen.
100 für den Verein inzwischen, jedes einzelne in irgendjemandes Gedächtnis abgelegt, mit Datum und Ergebnis. Über solche Zahlen streiten Anhänger noch in zwanzig Jahren.
Kurz notiert
KaderWorte auf dem Trainingsplatz von VfB Stuttgart darüber, wer wie hart arbeitet
Anhänger organisieren sich gegen den Vorstand von VfB Stuttgart
Eine schlechte Stimmung kann man aussitzen. Eine Gruppe von Leuten, die sich hinterher trifft, um zu beschließen, was dagegen zu tun ist, nicht – und jeder im Haus weiß, in welchem Stadium man sich befindet.
Kader17.09.2035
Yousef Salech verletzt sich am Kniebandapparat — 58 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 58 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Václav Sejk ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei VfB Stuttgart hat der Abschied leise begonnen.
VfB Stuttgart lief mit Hertha BSC die Zeit davon. Die Unterlagen lagen offen, als die Frist verstrich, und aus einem Transfer, der fast fertig war, ist ein Transfer geworden, der nie stattgefunden hat.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Die Anfrage wurde gestellt, und die Antwort kam in einem Satz zurück. Es liegt keine Zahl auf dem Tisch, weil es keine Zahl gegeben hätte, die gereicht hätte.
Yousef Salech verletzt sich am Kniebandapparat — 72 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 72 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Die Vereine haben sich mit Preußen Münster die Hand gegeben; der Spieler noch nicht. Als Nächstes kommen die persönlichen Bedingungen, und an denen sterben mehr Transfers, als irgendwer druckt.
Die Frist ist verstrichen, und der Kader ist der Kader. 40 kamen, 37 gingen, und alles andere, was letzten Monat über diesen Verein gedruckt wurde, war ein Gerücht und ist es geblieben.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei VfB Stuttgart hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um VfB Stuttgart spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Die freigegebene Summe reichte nicht. Der Vorstand wurde erneut gefragt und hat sein eigenes Angebot auf $1.5M erhöht — ein Verein, der Hjalte Boe so sehr will, dass er zweimal fragt.
Yousef Salech verletzt sich am Kniebandapparat — 107 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 107 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei VfB Stuttgart — und es wird nicht zurückgezogen.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei VfB Stuttgart tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Alles mit Bayer Leverkusen geklärt, alles mit dem Spieler geklärt; ein Arzt ist der Einzige, der noch zu überzeugen ist. Bis zum Foto sind es noch ein, zwei Tage.
VfB Stuttgart fragte, und Borussia Dortmund sagte Nein, ohne über eine Summe zu reden. Es ist die eindeutigste Antwort im Fußball und die, auf die Vereine am häufigsten zurückkommen, um sie zu prüfen.
„Ich habe alles hineingesteckt, aber meine Familie ist nicht hier — und ich, ehrlich gesagt, auch nicht.“ Eine Formkrise lässt sich trainieren. Das hier hat noch niemand wegtrainiert, und bei VfB Stuttgart weiß man das.
Kurz notiert
KaderZépiqueno Redmond gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Anhänger organisieren sich gegen den Vorstand von VfB Stuttgart
Eine schlechte Stimmung kann man aussitzen. Eine Gruppe von Leuten, die sich hinterher trifft, um zu beschließen, was dagegen zu tun ist, nicht – und jeder im Haus weiß, in welchem Stadium man sich befindet.
Kader23.07.2035
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Yousef Salech
114 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. VfB Stuttgart verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um VfB Stuttgart spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Die Vereine haben die Ablöse geklärt, und er hat sein Gehalt geklärt. Was bleibt, sind ein Medizincheck und ein Foto, und rund um VfB Stuttgart haben die Leute angefangen, seinen Namen in der Vergangenheitsform zu sagen.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und VfB Stuttgart können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Eintracht Frankfurt wollte mehr als $1.9M, und der Vorstand wollte da nicht hin. Ausgestiegen, vorerst — was in einem Transferfenster heißt: bis einer nachgibt.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
„Ich habe es versucht. Ich habe es wirklich versucht, und jeden Tag wache ich am falschen Ort auf.“ Das kann bei VfB Stuttgart niemand aus einem Mann heraustrainieren, und niemand dort tut so, als ob.
Ein Medizincheck, eine Unterschrift, ein Trikot, das vor einer Sponsorenwand hochgehalten wird. VfB Stuttgart hat den schweren Teil mit VfL Wolfsburg hinter sich, und was bleibt, ist der Teil, den die Anhänger tatsächlich zu sehen bekommen.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei VfB Stuttgart hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Eintracht Frankfurt zahlte $3.5M, und VfB Stuttgart nahm es an — das ist die ganze Geschichte in einem Satz. Die längere Fassung handelt vom Gehaltsbudget und wird die ganze Saison erzählt.
Das Angebot von St. Pauli für Renzo Machado wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Jonathan Burkardt stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Die freigegebene Summe reichte nicht. Der Vorstand wurde erneut gefragt und hat sein eigenes Angebot auf $19.8M erhöht — ein Verein, der Leo Castledine so sehr will, dass er zweimal fragt.
Die Anfrage wurde gestellt, und die Antwort kam in einem Satz zurück. Es liegt keine Zahl auf dem Tisch, weil es keine Zahl gegeben hätte, die gereicht hätte.
Jetzt 7 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
7 Spiele, kein Treffer, und ein Trainingsgelände, das alles versucht hat. Es wird enden — Durststrecken enden immer — aber niemand bei VfB Stuttgart kann sagen, in welcher Woche.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um VfB Stuttgart spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Viktor Johansson stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Kauã Prates und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Jede Grundordnung hat Positionen, und diese hat seine nicht. VfB Stuttgart wird entweder das System ändern, seine Aufgabe oder seinen Verein, und er wartet darauf, zu erfahren, welches.
Die Trainerbank19.02.2035
Jonathan Burkardt ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei VfB Stuttgart sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
Kurz notiert
Kader10 neue Gesichter — VfB Stuttgart lernt sich noch kennen
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. VfB Stuttgart hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Die Anfrage wurde gestellt, und die Antwort kam in einem Satz zurück. Es liegt keine Zahl auf dem Tisch, weil es keine Zahl gegeben hätte, die gereicht hätte.
Er ging als Junge und kommt zurück und weiß noch, wo der Gästeblock ist. Die meisten Neuzugänge muss man einer Stadt erklären; für diesen genügte ein Foto.
Die Ablöse beträgt $8.0M, der Vertrag ist unterschrieben, und der Streit darüber, ob er das wert ist, kann beginnen. RB Leipzig hat hart verhandelt; wer dabei gewonnen hat, wird die Zeit zeigen.
Jonathan Burkardt und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
VfB Stuttgart ist mit einem Angebot zu Borussia Mönchengladbach gegangen, und die Anhänger sind mit einer Meinung dazu ins Internet gegangen. Ob eines von beiden etwas ändert, entscheidet der verkaufende Verein.
Kader15.01.2035
Jovon Makama gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Die Anfrage, auf deren Ausbleiben man bei VfB Stuttgart gehofft hatte, ist da. Er hat nie behauptet, nicht zurückzuwollen — und jetzt gibt es ein Ziel.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um VfB Stuttgart spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
4 Spiele ohne Treffer. Stürmer heben den Kopf nicht mehr, Mittelfeldspieler nehmen den Kontakt zu viel, und auf jeden Ball über die Latte folgt ein Stöhnen, das sich seit dem letzten Tor aufbaut.
Omar Sadik und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
0‑1 für Schalke 04, und keine Beschwerde, die sich zu drucken lohnte. Die Leistung hat nicht mehr verlangt, als sie bekommen hat.
Die Trainerbank23.10.2034
Der Blick von der Bank
„Wir werden es uns anschauen, wir werden daraus lernen, und dann geht es weiter.“ Die drei Sätze, die jeder Trainer für ein 0‑1 bereithält, vorgetragen von Interim Coach vor einem Raum, der sie schon einmal gehört hatte.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Kader23.10.2034
Ein kleinerer Verein würde Max Moerstedt jetzt guttun
Er hat genug vom Lärm. Ob VfB Stuttgart für ihn ein ruhigerer Ort sein kann oder ob nur ein Wechsel dorthin hilft, wo die Anrufsendungen freundlicher sind, entscheidet sich in den nächsten Monaten.
Kurz notiert
TransfermarktRenzo Machado darf sich etwas Neues suchen