63 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. HNK Rijeka verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. HNK Rijeka hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei HNK Rijeka tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei HNK Rijeka diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Eine Leistung von 8.24 kommt selten vor, und wenn, wird der Rest der Mannschaft zur Kulisse. Er war überragend.
Spielernoten04.08.2036
Šimun Butić spielte einen anderen Nachmittag als alle anderen
8.15. Es gibt Leistungen, die ein Zuschauer jemandem beschreibt, der nicht dabei war, und einfach nicht rüberbringt; dies war eine, und die Zahl hilft dabei auch nicht.
Kurz notiert
SpielernotenNeunzig Minuten Ty Barnett in Bestform
Ein 3‑0 gegen Slaven Belupo, ein Platz in der nächsten Runde und die stille Rechnung, die jeder Anhänger auf dem Heimweg anstellt: Wie viele noch bis zu einem Finale?
Ablöse vereinbart, Gehalt vereinbart, und HNK Vukovar 1991 wartet mit einem Trikot. Bei HNK Rijeka tut niemand mehr so, als wäre es anders, und die Anhänger fragen nicht mehr ob, sondern wann.
Das Angebot von Dinamo Zagreb für Duje Slišković wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Die Frist ist verstrichen, und der Kader ist der Kader. 3 kamen, 8 gingen, und alles andere, was letzten Monat über diesen Verein gedruckt wurde, war ein Gerücht und ist es geblieben.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei HNK Rijeka tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Mario Gila und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Der Wechsel mit Dinamo Zagreb ist in jeder Hinsicht abgeschlossen, außer der, die ihn auf den Platz bringt. In diesem Stadium geht nichts mehr schief, abgesehen von den Gelegenheiten, bei denen es doch passiert.
Die Regeln erlauben es, und es tut trotzdem weh. Mohamed Bouderbala hat sich für den Sommer mit Istra 1961 geeinigt, und bis dahin trägt er dieses Trikot als Spieler, der sein nächstes schon gewählt hat.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Mario Lovren
44 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. HNK Rijeka verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Platz 3, 31 Zähler. Jede Saison ist eine Geschichte, und dies ist ihre letzte Zeile; der Verein hat jetzt drei Monate, um zu entscheiden, wovon die nächste handelt.
89 Minuten standen auf der Uhr, und Hrvatski Dragovoljac hatte den Punkt praktisch schon eingetütet. Fußball nimmt selten Rücksicht, und HNK Rijeka hielten sich nicht mit Erklärungen auf.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Kader10.12.2035
Ein Wechsel, den Paul Ndubuisi umsonst gemacht hätte
Es gibt von jeder Karriere eine Version, in der der Spieler dort landet, wo er hinwollte, statt dort, wo man ihn wollte. Paul Ndubuisi lebt diese Version bei HNK Rijeka, und im ersten Monat sieht man das meistens.
Kader10.12.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von HNK Rijeka darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. David Jaunegg steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Hajduk Split wird ihn bis Juni weiter aufstellen und danach nichts für ihn bekommen. Emmanuel Bably hat einen Wechsel zu HNK Rijeka vorab vereinbart, und die Einzigen, die dabei verlieren, sind die, die den Vertrag auslaufen ließen.
Duje Slišković und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Spiel08.12.2035
Schon wieder etwas mitgenommen
3 Auswärtssiege in Serie für HNK Rijeka. Die Busse fahren früh los, kommen im Dunkeln an unschönen Stadien an und bringen immer wieder drei Punkte mit.
51 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. HNK Rijeka verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Spiel29.11.2035
Ein europäischer Abend, den HNK Rijeka nicht vergisst
3‑3 gegen First Vienna, unter Flutlicht, gegen Leute, die nicht dieselbe Sprache sprechen wie das Publikum. An solchen Abenden misst ein Verein sein Jahrzehnt, und es sind nie so viele, wie alle erwarten.
Tom Lacoux und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei HNK Rijeka tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Er eroberte den Ball und machte anschließend etwas daraus — zwei Aufgaben, und der Grund, warum das Ergebnis so aussieht, wie es aussieht. 12 Aktionen zusammengenommen und eine 7.13, von denen keine je in eine Zusammenfassung kommt.
Wer nach dem Abpfiff fragte, was die Teams trennte, bekam einen Namen: Daniel Adu-Adjei. 1‑0 gegen Hajduk Split — und der Applaus am Ende galt vor allem ihm.
73 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. HNK Rijeka verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
1‑0 gegen Dinamo Tbilisi und eine Leistung, die den Rest der Saison Leuten beschrieben wird, die nicht dabei waren. Duje Slišković steht im Zentrum dieser Beschreibung.
3 Siege in Serie verändern, wie Gegner sich aufwärmen: leiser, mit mehr Blicken herüber. Serien reißen, das weiß jeder — aber in dieser Kabine plant niemand damit.
David Jaunegg stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
„Ich bin nicht weggegangen, um zuzuschauen. Ich will zurück zu HNK Rijeka und um meinen Platz kämpfen.“ 3 von 9 Spielen bei Jarun Zagreb sagen den Rest.
Drei Punkte für HNK Rijeka: ein 1‑0 gegen Slaven Belupo in einem Spiel, das Kleinigkeiten entschieden haben.
Spielernoten12.11.2035
Duje Slišković spielte einen anderen Nachmittag als alle anderen
8.20. Es gibt Leistungen, die ein Zuschauer jemandem beschreibt, der nicht dabei war, und einfach nicht rüberbringt; dies war eine, und die Zahl hilft dabei auch nicht.
Mario Lovren verletzt sich am Kniebandapparat — 88 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 88 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
1‑0. Im internationalen Fußball findet ein Verein heraus, was er wirklich ist — und HNK Rijeka hat dieses Herausfinden gegen Dinamo Tbilisi gut überstanden.
18 Spiele hier ungeschlagen. Jeder Gästetrainer wird in der Woche davor danach gefragt, und genau deshalb hält sie.
Spielernoten29.10.2035
Ein Verteidigertor entscheidet es für HNK Rijeka — 7.75
1 für Duje Slišković, Note 7.75 — und der Name eines Innenverteidigers in dem Teil des Berichts, in den er sonst nur aus Versehen gerät. In der Kabine wird man ihn einen Monat lang daran erinnern.
Mario Gila stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Kurz notiert
Die TrainerbankGerade ist jemand anderes besser als David Jaunegg
Die TrainerbankKein Platz für Bruno Mišura am großen Tag
95 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. HNK Rijeka verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Pokalspiele warten darauf, dass jemand sie an sich reißt — Robert Marijanović tat es gegen Sesvete. 3‑1 am Ende, und im Lostopf der nächsten Runde liegt HNK Rijeka.
Spiel20.10.2035
HNK Rijeka machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
17 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Zwei Tore und eine 8.22 dazu. Stürmer werden an solchen Nachmittagen gemessen und an weit weniger davon erinnert, als man glaubt.
Spielernoten22.10.2035
Bojan Ivanovic, 21, spielt, als wäre er seit Jahren hier — 8.36
Eine 8.36 bedeutet neben dem Namen eines Neunundzwanzigjährigen das eine und neben dem eines 21-Jährigen etwas völlig anderes. Im Stadion musste das niemandem erklärt werden.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei HNK Rijeka tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Duje Slišković und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Es gibt eine besondere Wärme, die ein Stadion für einen 21-Jährigen aufhebt, den es als seinen empfindet. Bojan Ivanovic hat sie jetzt — und alles, was er hier noch tut, wird an dem Wohlwollen gemessen, das er geschenkt bekam.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei HNK Rijeka — und es wird nicht zurückgezogen.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
David Jaunegg und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Am Ende stand ein 1‑0, und es war der Nachmittag von Daniel Adu-Adjei: zur Stelle, als es zählte — und der Grund, warum die Punkte bei HNK Rijeka bleiben.
Der Trainer hat seine Rangfolge neu sortiert, und Duje Slišković kam dabei weiter unten heraus. Man wird ihm sagen, es sei vorübergehend, und die Spieler, die das schon einmal gehört haben, werden seinem Blick ausweichen.
7.80, und kein ernsthafter Widerspruch von jemandem, der dabei war. HNK Rijeka hatte elf Mann auf dem Platz, und einer davon entschied, wie es lief.
Die Trainerbank01.10.2035
Tom Lacoux wird noch immer für einen Fehler bestraft
Niemand bestätigt es, und die Aufstellungen bestätigen es jede Woche. Ein Fehler hat ihm eine Zeit als zweite Wahl eingebracht, die schon jetzt länger dauert, als der Fehler es verdient hätte.
Kurz notiert
Die TrainerbankGabriel Vidović ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
25 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. HNK Rijeka verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei HNK Rijeka tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei HNK Rijeka diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Kader14.05.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von HNK Rijeka darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gabriel Vidović steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Kader14.05.2035
Zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit bei HNK Rijeka
5 Zugänge in drei Monaten. Jeder einzelne kann eine Verbesserung sein, und die Mannschaft kann trotzdem eine Weile schlechter sein — der Teil eines Umbruchs, der in keiner Transferfenster-Bilanz auftaucht.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei HNK Rijeka, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Duje Slišković.
Nichts Schriftliches und nichts Öffentliches: ein Wort über Spielzeit, bei HNK Rijeka unter vier Augen gegeben. Die Aufstellungen des nächsten Monats werden zeigen, ob es etwas wert war.
Hajduk Split kommt weiter, HNK Rijeka fährt heim, 1‑2 das Ergebnis, das es entschied. Die Kabine wird nun die Liga zur Priorität erklären, denn genau das sagen Kabinen in solchen Momenten.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Bojan Ivanovic ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei HNK Rijeka hat der Abschied leise begonnen.
Tom Lacoux und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Kader09.04.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von HNK Rijeka darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gabriel Vidović steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Duje Slišković, und der Trainer ließ es geschehen.
„Wir waren heute nicht gut genug, und ich werde das nicht schönreden.“ Darijo Petkov nach dem 1‑2, im Ton eines Mannes, der die nächste Frage kennt und nicht vorhat, sie zu beantworten.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Jede Grundordnung hat Positionen, und diese hat seine nicht. HNK Rijeka wird entweder das System ändern, seine Aufgabe oder seinen Verein, und er wartet darauf, zu erfahren, welches.
44 Zähler, und der Rest der Liga schaut nach oben. Jede Mannschaft, die am Ende Erster wird, verbringt die Saison damit, so zu tun, als denke sie nicht daran, und diese hat damit angefangen.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und HNK Rijeka können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Tom Lacoux und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Gabriel Vidović stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Jemand ist an ihm vorbeigezogen. Es ist keine Ausbootung, und es ist schlimmer als eine, denn eine Ausbootung betrifft einen Samstag und das hier betrifft seinen Stand.
Die Trainerbank02.04.2035
Tom Lacoux ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei HNK Rijeka sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
Tom Lacoux ist die Kapitänsbinde abgenommen worden. HNK Rijeka wird es eine Entscheidung für die Mannschaft nennen; eine Kabine liest es als Urteil über einen Mann.
„Wir treffen uns — und verlassen den Raum jedes Mal mit denselben Zahlen, mit denen wir hineingegangen sind.“ Wieder eine Gesprächsrunde bei HNK Rijeka, wieder eine Woche ohne Unterschrift von Harry Tchekwa.
Er fragte nach seiner Zukunft und bekam eine Antwort, in der Minuten vorkamen. Der Trainer hat jetzt ein Versprechen gegeben, in einem Haus, in dem man sich Versprechen merkt, und die Uhr läuft.
Kurz notiert
TransfermarktMax Jolliffe lässt seinen Vertrag auslaufen
Die TrainerbankBlaž Petriško bittet den Trainer um ein Gespräch
Die TrainerbankDer Trainer stellt sich vor Duje Slišković
0‑1 gegen KV Kortrijk. Der internationale Fußball verzeiht nichts, was eine heimische Liga durchgehen lässt, und dies war ein Abend, an dem sich herausstellte, welche dieser Dinge der Verein noch mit sich herumträgt.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und HNK Rijeka können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um HNK Rijeka spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ HNK Rijeka erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
David Jaunegg stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader26.02.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von HNK Rijeka darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gabriel Vidović steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Spiel22.02.2035
HNK Rijeka machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
9 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Ein Saisonschnitt von 7.36, dahinter 7 Tore. Gegner haben begonnen, ihre Pläne um ihn herum zu bauen – das aufrichtigste Kompliment, das der Fußball zu vergeben hat.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Duje Slišković, und der Trainer ließ es geschehen.