Platz 8, 14 Punkte und ein Restprogramm mit weniger Spielen darin als Ausreden. Die Mathematik ist noch nicht grausam, aber freundlich ist sie nicht mehr.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Mattersburg tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Gelungene Dribblings: 23. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Pascal Köpke stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Wolfgang Wimmer stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
„Ein Punkt ist ein Punkt, und ich nehme ihn, aber wir hätten alle drei holen müssen.“ Peter Grillitsch nach dem 0‑0, und der Satz, den an diesem Wochenende irgendwann jeder Trainer im Land gesagt hat.
14-mal stand er im Weg. Über Innenverteidiger wird geschrieben, wenn sie Fehler machen, und geschwiegen, wenn nicht — deshalb muss so ein Nachmittag ausgesprochen werden: Er ist der Grund für dieses Ergebnis.
14 Defensivaktionen und am Ende ein Zu-null. Der Nachmittag eines Verteidigers lässt sich nur über das erzählen, was nicht passiert ist — deshalb macht niemand eine Zusammenfassung daraus, und jeder Trainer der Liga nähme ihn.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Abwehr. 10 Paraden, mehrere davon von der Sorte, die niemand erwartet, und zehn Feldspieler, die ihm ein Getränk schulden.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Marcel Wimmer ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Mattersburg hat der Abschied leise begonnen.
Spiel26.09.2026
Kein Ende in Sicht: Mattersburg wartet weiter auf einen Sieg
Nun 4 Spiele ohne Sieg, und die Ausreden sind dünner geworden als die Geduld. Irgendjemand bei Mattersburg muss irgendwoher ein Ergebnis holen.
Jakob Schöller und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
10 Zähler zur Saisonhälfte. Die erste Hälfte einer Saison ist ein Versprechen, die zweite eine Rechnung, und die Stadt erfährt jetzt, welches von beiden das hier war.
11 Paraden und ein Ergebnis, auf das die zehn Mann vor ihm keinen Anspruch hatten. Torhüter fallen nur an den schlechten Tagen auf; dies war einer von den anderen.
Pokalspiele warten darauf, dass jemand sie an sich reißt — Marcel Wimmer tat es gegen Admira Wacker. 3‑2 am Ende, und im Lostopf der nächsten Runde liegt Mattersburg.
Die 89. Minute, das halbe Stadion schon auf dem Weg zum Ausgang, und Marcel Wimmer entschied, dass niemand irgendwohin geht. Admira Wacker blieb keine Zeit für eine Antwort.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Mattersburg — und es wird nicht zurückgezogen.
Spielernoten31.08.2026
Keine Spur von Nerven bei Andreas Prass mit 18 — 7.67
Das Schwerste daran, mit 18 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Andreas Prass brauchte keine: 7.67, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
Gelungene Dribblings: 25. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Mattersburg tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Grausamer kann man ein Fußballspiel nicht verlieren. Mattersburg trafen in der 91. Minute, der Anstoß fand kaum noch statt, und der Gästeblock stand noch, als abgepfiffen wurde.
Spielernoten10.08.2026
Doppelpack, und Michael Lienhart nimmt den Nachmittag mit — 8.37
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Michael Lienhart hat sie erzeugt, und die 8.37 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Mattersburg hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Der Name Dominik Trimmel ist in Gesprächen gefallen, an denen Mattersburg nicht beteiligt war. Nichts Offizielles, nichts Unterschriebenes – aber auch nichts daran zufällig.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Valentino Wober und Mattersburg einigen sich auf weitere 3 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
Dominik Trimmel und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
$420.0K waren das Höchste, was der Verein zahlen wollte, und SV Ried verlangte mehr. Solche Geschäfte werden in der letzten Woche eines Fensters ungefähr in der Hälfte der Fälle wiederbelebt, und alle Beteiligten wissen das.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Abwehr. 7 Paraden, mehrere davon von der Sorte, die niemand erwartet, und zehn Feldspieler, die ihm ein Getränk schulden.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei Mattersburg hat ihn als etwas anderes gehört.
$370.0K liegen bei SV Ried auf dem Tisch. Der Trainer wollte ihn, der Vorstand hat einer Zahl zugestimmt, und die einzigen Stimmen, die noch fehlen, sind die beim anderen Verein.
Patrick Dragovic und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
„Manche Entscheidungen dauern lange. Diese hat zehn Minuten gedauert — die meiste Zeit davon haben wir einen Stift gesucht.“ Florian Ilsanker und Mattersburg einigen sich auf weitere 2 Jahre.