Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Tours diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Kader16.11.2026
Raymond Henry gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Ein in einem Transferfenster neu gebauter Kader zahlt dafür in einer Währung, die niemand einplant. Der Fußball ist nicht schlechter als die Summe der Spieler; er ist schlechter als die Summe der Spieler, die schon einmal zusammengespielt haben.
In jedem Kader gibt es jede Saison für irgendwen so ein Spiel. Dieses gehört Samuel Souprayen: der Verein, der ihn zuerst kannte, die Anhänger, die in der ersten Minute entscheiden, ob sie applaudieren, und Tours, das ihn braucht, als ginge ihn das alles nichts an.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Ein Jahr ist vorbei, und die Stadt hat sich nicht geöffnet, die Sprache ist nicht gekommen, und das Mittagessen wird öfter allein gegessen, als es bei Tours jemand zugeben würde. Samstags sieht man es.
4 Spiele, kein Treffer, und ein Trainingsgelände, das alles versucht hat. Es wird enden — Durststrecken enden immer — aber niemand bei USM Khenchela kann sagen, in welcher Woche.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Serge Badjo, und der Trainer ließ es geschehen.
„Ich könnte über Entscheidungen reden und über Glück. Ich tue es nicht. Wir haben verloren.“ Der Trainer, das 0‑2, und eine Pressekonferenz von vier Minuten.
Vereine geben ständig Versprechen, und die Zeitung erfährt davon meist erst, wenn sie gebrochen werden. Dieses wurde gehalten, und die Kabine hat das schneller bemerkt als jeder Anhänger.
Die Trainerbank26.10.2026
Oussama Litim nach Formschwäche aus der Mannschaft genommen
Die einzige Variante des Nichtaufgestelltwerdens, gegen die ein Spieler nicht argumentieren kann — und die er am schlechtesten verkraftet. Ein anderer war besser, und die Aufstellung sagt es öffentlich, jede Woche, bis es sich ändert.
Als Nächstes ES Mostaganem, und ein Mann in der Kabine von USM Khenchela kennt deren Trainingsgelände besser als das eigene. Der Empfang wird ihm sagen, was man dort von ihm gehalten hat.
Gelungene Dribblings: 11. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Faik Amrane
25 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. USM Khenchela verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 27 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Jetzt 4 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Hicham El Majhed und USM Khenchela einigen sich auf weitere 1 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
Réda Boumechra und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Stéphane Lemaire, und der Trainer ließ es geschehen.
Noch immer liegt kein Angebot auf dem Tisch, und der Vertrag von Hicham El Majhed wird kürzer und kürzer. In der Sprache der Chefetage hört ein so langes Schweigen auf, ein Versehen zu sein — und fängt an, eine Antwort zu sein.
Hier ist keine Beschwerde möglich, und alle Beteiligten wissen das; kürzer wird der Weg zur Bank dadurch nicht. Form ist die einzige Währung im Fußball, auf die man nichts leihen kann.
Manche Spiele entscheidet ein Moment; dieses entschied ein Mann. 7.20 auf dem Zettel, und der Anhang von USM Khenchela ging mit einem Namen auf den Lippen nach Hause.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und USM Khenchela können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Die Anfrage wurde gestellt, und die Antwort kam in einem Satz zurück. Es liegt keine Zahl auf dem Tisch, weil es keine Zahl gegeben hätte, die gereicht hätte.
Mehdi Boucherit stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
MC Oran ist gefragt worden, ob sie ihn verleihen würden. Leihen werden schnell vereinbart oder gar nicht, und diese wird bis zum Wochenende das eine oder das andere sein.
Zamalek ist gefragt worden, ob sie ihn verleihen würden. Leihen werden schnell vereinbart oder gar nicht, und diese wird bis zum Wochenende das eine oder das andere sein.
Er trainiert hart, sagt die richtigen Sätze und fährt in eine leere Wohnung. Bei USM Khenchela hat niemand etwas falsch gemacht — genau das macht es so schwer zu lösen.
Kurz notiert
Die KurveDie Gerüchte um Serge Badjo erreichen die Kurve
Bedingungen wurden angeboten und abgelehnt. Ob es am Gehalt lag, an der Rolle oder an der Stadt, sagt bei FC Lorient niemand, und bei USM Khenchela macht das Raten niemandem Spaß.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei USM Khenchela diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.