124 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. AS Algoy verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Am Ende standen 10 Paraden zu Buche, mindestens drei davon hätten gar keine sein dürfen. Die zehn Feldspieler schulden ihm ein Bier, und sie wissen es.
Das Schwerste daran, mit 20 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Djibrine Ngaradoumbe brauchte keine: 7.65, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Ahmat Mbaiguedem stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Die Trainerbank28.10.2030
Das Urteil des Trainers
„Ich bin frustriert, ganz ehrlich. Wir haben genug getan, um zu gewinnen, und wir haben nicht gewonnen.“ Saleh Oumar versteckte es nach dem 0‑0 nicht, und in der Kabine von AS Algoy tat es auch niemand.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Moussa Abba, und der Trainer ließ es geschehen.
Neunzig Minuten, kein Tor — und die Debatte begann, bevor der Parkplatz leer war: ein Punkt geholt oder zwei gegen AS Etat Major liegengelassen? Beide Lager streiten noch am Donnerstag.
131 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. AS Algoy verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Spielernoten21.10.2030
Keine Spur von Nerven bei Ali Bechir mit 18 — 7.93
Das Schwerste daran, mit 18 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Ali Bechir brauchte keine: 7.93, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
Jetzt 6 Spiele ungeschlagen. Manche wurden erarbeitet, manche überstanden — aber es entsteht eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten sind das Schwerste, wogegen man im Fußball spielen kann.
„Manche Entscheidungen dauern lange. Diese hat zehn Minuten gedauert — die meiste Zeit davon haben wir einen Stift gesucht.“ Idriss Haroun und AS Algoy einigen sich auf weitere 3 Jahre.
Er ist 22, und das Stadion singt schon seinen Namen — das passiert Jungen von hier und Neuzugängen so gut wie nie. Alles von jetzt an wird an einer Zuneigung gemessen, für die er nichts getan hat, außer von hier zu sein.
Gelungene Dribblings: 17. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
„Die Anerkennung gehört den Spielern. Mein Job war heute leicht.“ Das war er nicht, und jeder im Raum wusste es; nach dem 2‑1 konnte Saleh Oumar es sich leisten, großzügig zu sein.
30 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. AS Algoy verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Ablöse vereinbart, Gehalt vereinbart, und AS Etat Major wartet mit einem Trikot. Bei AS Algoy tut niemand mehr so, als wäre es anders, und die Anhänger fragen nicht mehr ob, sondern wann.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei AS Algoy tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Zweimal dementiert, dreimal gedruckt — die übliche Arithmetik. Bis Narcisse Hissein etwas unterschreibt, einen Vertrag bei AS Algoy oder anderswo, gehört diese Spalte ihm.
„Es hat lange genug gedauert. Lieber rede ich Klartext, als dass es weiter im Raum steht.“ Zehn Minuten hinter verschlossener Tür bei AS Algoy, und beide kamen mit den Worten heraus, es sei alles in Ordnung.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Narcisse Hissein und AS Algoy einigen sich auf weitere 3 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
Brahim Djimet und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Verkündet wird so etwas nie, und alle wissen es. Er ist bei AS Algoy ein größerer Teil des Plans als vor einem Monat, und das Trainingsgelände hatte das begriffen, bevor die Aufstellung es sagte.
„Dreißig Minuten, Tür zu, alles gesagt. Danach haben wir uns die Hand gegeben.“ Was im Raum war, blieb im Raum — und Djibrine Ngaradoumbe trainierte am nächsten Morgen wie einer, der weniger zu tragen hat.
Jede Pressekonferenz beginnt und endet inzwischen gleich: mit der Zukunft von Moussa Ngaradoumbe. Dem Trainer gehen die neuen Formulierungen aus, um nichts zu sagen.
Kurz notiert
Die TrainerbankDer Trainer stellt sich demonstrativ hinter Ahmat Mbaiguedem
2 Tore Vorsprung und dann die langsame Aufgabe von allem, was erarbeitet war. Djibrine Allamine wird nicht der Schuldige sein, aber niemand bei AS Algoy entkommt dem Gespräch, das auf so einen Einbruch folgt.
Zwei Tore und eine 9.35 dazu. Stürmer werden an solchen Nachmittagen gemessen und an weit weniger davon erinnert, als man glaubt.
Spielernoten19.11.2029
Ali Doungous, 18, spielt, als wäre er seit Jahren hier — 8.31
Eine 8.31 bedeutet neben dem Namen eines Neunundzwanzigjährigen das eine und neben dem eines 18-Jährigen etwas völlig anderes. Im Stadion musste das niemandem erklärt werden.
Es gibt eine besondere Wärme, die ein Stadion für einen 18-Jährigen aufhebt, den es als seinen empfindet. Ali Doungous hat sie jetzt — und alles, was er hier noch tut, wird an dem Wohlwollen gemessen, das er geschenkt bekam.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Ali Oumar stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Es endete 3‑3, und irgendwie sah es immer danach aus. Einer jener Nachmittage, an denen sich die Tabelle weniger bewegt als die Gemüter.
Die Trainerbank19.11.2029
Das Urteil des Trainers
„Ich bin frustriert, ganz ehrlich. Wir haben genug getan, um zu gewinnen, und wir haben nicht gewonnen.“ Saleh Oumar versteckte es nach dem 3‑3 nicht, und in der Kabine von AS Algoy tat es auch niemand.
Kurz notiert
Die TrainerbankGerade ist jemand anderes besser als Ali Bechir
Ablöse vereinbart, Gehalt vereinbart, und AS DGSSIE wartet mit einem Trikot. Bei AS Algoy tut niemand mehr so, als wäre es anders, und die Anhänger fragen nicht mehr ob, sondern wann.
Das Angebot ging diese Woche an US Moursal, und die Antwort liegt bei ihnen. Erste Angebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Ahmat Mbaiguedem stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Der Name Ali Oumar ist in Gesprächen gefallen, an denen AS Algoy nicht beteiligt war. Nichts Offizielles, nichts Unterschriebenes – aber auch nichts daran zufällig.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. AS Algoy hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Der Name Djibrine Moustapha ist in Gesprächen gefallen, an denen AS Algoy nicht beteiligt war. Nichts Offizielles, nichts Unterschriebenes – aber auch nichts daran zufällig.
Die Anfrage wurde gestellt, und die Antwort kam in einem Satz zurück. Es liegt keine Zahl auf dem Tisch, weil es keine Zahl gegeben hätte, die gereicht hätte.
Idriss Haroun und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
21 Tage, sagt der Befund — und Befunde sind gnädiger als die Wirklichkeit. Die Spiele in diesem Zeitraum sind ab sofort die Aufgabe von jemand anderem.
„Hier steht niemand über einer Ansage.“ Ein Name fiel nicht, aber die Kabine kann zählen, und alle Zuhörer konnten es auch.
Kader23.07.2029
Saleh Haroun gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Zweimal dementiert, dreimal gedruckt — die übliche Arithmetik. Bis Hassan Haroun etwas unterschreibt, einen Vertrag bei AS Algoy oder anderswo, gehört diese Spalte ihm.
Kurz notiert
Die TrainerbankOumar Djimet behält die Stimme seines Trainers