Simon Widmer bricht sich einen Knochen — 69 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 69 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Elia Caprile und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Ibrahim Salah stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
Vier Wochen, in denen niemand in der Liga seinen Job besser gemacht hat. Die Auszeichnung kommt ins Regal, der Spieler zurück in die Elf, und das ist die Reihenfolge, die Basel bevorzugt.
Jeder Trainer hat im Kopf eine kurze Liste der Männer, die er auf dem Platz haben will, wenn es ernst wird, und sie wird nie veröffentlicht. Die Aufstellungen für die großen Nachmittage sagen, dass Bećir Omeragić darauf steht.
Jede Pressekonferenz beginnt und endet inzwischen gleich: mit der Zukunft von Ibrahim Salah. Dem Trainer gehen die neuen Formulierungen aus, um nichts zu sagen.
Nichts Schriftliches und nichts Öffentliches: ein Wort über Spielzeit, bei Basel unter vier Augen gegeben. Die Aufstellungen des nächsten Monats werden zeigen, ob es etwas wert war.
Die erste Niederlage nach 23 Spielen. Der Trainer wird sagen, sie musste irgendwann kommen; die Kabine wird sagen, nicht gegen Austria Wien; die Anhänger werden die ganze Woche beides sagen, in dieser Reihenfolge.
Gelungene Dribblings: 33. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
1‑2 gegen das Niveau von Austria Wien. Niemand wird das einen Skandal nennen; der Abstand ist real, messbar, und ihn zu schließen ist ein Projekt und keine Kabinenansprache.
Ein Knochen, die eine Verletzung mit Kalender. Basel wird ein Rückkehrdatum nennen und damit, ungewöhnlich für diese Branche, wahrscheinlich recht behalten.
18 Tore in 27 Spielen bei Platense — Zahlen, die schneller nach Hause reisen als er. Bei Basel pflegt jemand jeden Montag eine Tabelle, und sie liest sich jede Woche besser.
Bećir Omeragić stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Kader29.11.2027
Elia Caprile gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Ein Derby handelt nie nur vom Fußball, aber der Fußball half: 2‑0, und der Gästeblock leerte sich früh. Die Vorherrschaft in der Stadt ist für eine weitere Saison geklärt.
Ein 3‑2 gegen Vaduz, ein Platz in der nächsten Runde und die stille Rechnung, die jeder Anhänger auf dem Heimweg anstellt: Wie viele noch bis zu einem Finale?
Das letzte Ligaspiel ist gespielt, die Tabelle hat aufgehört, sich zu bewegen: 42 Zähler. Am Montag beginnt der Sommer, und mit ihm der Streit darüber, was das alles bedeutet hat.
Kader22.11.2027
Ein Bruch setzt Simon Widmer 85 Tage außer Gefecht
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Basel offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Das Schwerste daran, mit 17 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Edimilson Xhaka brauchte keine: 7.99, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
13 Heimspiele ungeschlagen. Gästemannschaften reden schon bei der Ankunft über die Atmosphäre, was meistens das Zeichen dafür ist, dass sie vor dem Anpfiff halb verloren haben.
Wer gegen irgendwen trifft, hat ein Tor erzielt. Wer gegen die trifft, hat eine Geschichte mit seinem Namen darin, ein Jahrzehnt lang, und die Anhänger von Basel haben schon angefangen, sie zu erzählen.
Jetzt 21 Spiele ungeschlagen. Manche wurden erarbeitet, manche überstanden — aber es entsteht eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten sind das Schwerste, wogegen man im Fußball spielen kann.
Kader15.11.2027
Simon Widmer bricht sich einen Knochen — 95 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 95 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Spielernoten15.11.2027
Doppelpack, und Albian Ajeti nimmt den Nachmittag mit — 9.23
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Albian Ajeti hat sie erzeugt, und die 9.23 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
Elia Caprile und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Am Ende stand ein 2‑0, und es war der Nachmittag von Albian Ajeti: zur Stelle, als es zählte — und der Grund, warum die Punkte bei Basel bleiben.
Kader15.11.2027
Sebastiano Luperto gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Nichts an der kommenden Woche ist gewöhnlich. Young Boys am Samstag, eine Stadt, die schon darüber redet, und eine Kabine, der niemand erklären muss, was es bedeutet.
2‑2 gegen Braga und eine Leistung, die den Rest der Saison Leuten beschrieben wird, die nicht dabei waren. Julian Weigl steht im Zentrum dieser Beschreibung.
Ein Knochen, die eine Verletzung mit Kalender. Basel wird ein Rückkehrdatum nennen und damit, ungewöhnlich für diese Branche, wahrscheinlich recht behalten.
Spielernoten08.11.2027
Doppelpack, und Julian Weigl nimmt den Nachmittag mit — 8.35
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Julian Weigl hat sie erzeugt, und die 8.35 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
7 Paraden und ein Ergebnis, auf das die zehn Mann vor ihm keinen Anspruch hatten. Torhüter fallen nur an den schlechten Tagen auf; dies war einer von den anderen.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Basel diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Kurz notiert
KaderElia Caprile gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander