Leon Schwarz verletzt sich am Kniebandapparat — 15 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 15 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ RB Leipzig schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Mohamed Amoura und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Spiel17.03.2029
RB Leipzig machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
10 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Kader19.03.2029
Eljif Elmas gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
„An manchen Morgen wachst du auf und alles, was du kennst, ist noch immer weit weg.“ Es ist nicht der Fußball und war es nie: RB Leipzig hat es mit einem Mann zu tun, der ein anderes Land will.
„Ich schaue von hier aus jedes Spiel von RB Leipzig. Das sagt alles darüber, wo mein Kopf ist.“ Die Leihe bei Kolos läuft ihren Gang — aber sein Herz ist nie mitgereist.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Leon Schwarz
25 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. RB Leipzig verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Fußballer werden so oft nach dem Verein ihrer Kindheit gefragt, dass niemand mehr auf die Antwort hört. Boris Radunović hat gerade bei RB Leipzig unterschrieben — und diesmal zählte die Antwort.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei RB Leipzig hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Ihlas Bebou ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei RB Leipzig hat der Abschied leise begonnen.
Castello Lukeba und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Kader12.03.2029
Mohamed Amoura gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
„Jeden Sommer ein anderer Klub, andere Mitspieler, ein neuer Trainer, den man überzeugen muss. Das habe ich hinter mir. Jetzt will ich die Vorbereitung bei RB Leipzig und eine echte Chance.“ Bis zum Ende der Leihe gehört er zu Kolos – die Auseinandersetzung führt er mit dem Klub, dem er gehört.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
37 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. RB Leipzig verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um RB Leipzig spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei RB Leipzig — und es wird nicht zurückgezogen.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Gelungene Dribblings: 24. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Mohamed Amoura stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Ihlas Bebou hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
Spiel03.03.2029
RB Leipzig machen aus dem eigenen Platz einen ungemütlichen Ort
9 Spiele ohne Niederlage auf eigenem Rasen. Der Platz hat sich nicht verändert, das Publikum schon: früher laut und schneller darin zu spüren, wann der Gegner lieber woanders wäre.
Kurz notiert
KaderEljif Elmas gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander