Die Führung hat öffentlich gesagt, was intern längst gesagt wurde. Die Ergebnisse bis zur nächsten Sitzung entscheiden, und im Verein kennt jeder die Rechnung.
2 Tore Vorsprung und dann die langsame Aufgabe von allem, was erarbeitet war. Daniel Okolo wird nicht der Schuldige sein, aber niemand bei Lokomotiv entkommt dem Gespräch, das auf so einen Einbruch folgt.
Kader05.07.2038
Gegner verteidigen Daniel Okolo inzwischen zu zweit
22 Tore und ein Saisonschnitt von 7.58 führen dazu. Die Räume von früher sind weg; er trifft trotzdem — das Zeichen der wirklich Guten.
Offiziell wird es Routine gewesen sein. Routine war es nicht, der Zeitpunkt sagt das, und jeder in diesem Raum weiß, was das nächste schlechte Ergebnis kostet.
Spielernoten05.07.2038
Doppelpack, und Daniel Okolo nimmt den Nachmittag mit — 8.26
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Daniel Okolo hat sie erzeugt, und die 8.26 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Mannschaft. 6 Paraden, etliche davon der Sorte, die niemand für haltbar hält, und am Ende ein Ergebnis, das allen vor ihm schmeichelt.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ Lokomotiv erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Vorstand05.07.2038
Anweisung von oben bei Lokomotiv: Einer muss gehen
Bilanzen interessieren sich weder für Form noch dafür, um wen der Trainer bauen wollte. Der Vorstand hat entschieden, dass verkauft wird; offen ist nur noch, welcher Name es ausbaden muss.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Hernán Luna
32 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Lokomotiv verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Matala Makhubo stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Note 8.28 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
Kader26.04.2038
Nurjahon Muzaffarov gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Fußballvereine borgen sich Geld; das ist keine Nachricht. Mehr zu borgen, als die Kreditlinie hergibt, schon — denn ab hier geht es um das Geld des Eigentümers oder um die Entscheidung eines anderen, und keines von beiden gehört dem Vorstand.
Eine Berührung, die er nicht wollte, ein Aufsetzer, der nicht zu lesen war, und sein Name in der falschen Spalte. Nach so etwas ist niemand zu trösten, und Lokomotiv versucht es heute nicht.
Kader26.04.2038
Facundo Lencioni ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei Lokomotiv sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
Matala Makhubo stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader23.11.2037
Worte auf dem Trainingsplatz von Lokomotiv darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Abubakir Ashurov steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Kurz notiert
KaderFacundo Lencioni ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut