Doppelpack, und Serge Daura nimmt den Nachmittag mit — 8.34
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Serge Daura hat sie erzeugt, und die 8.34 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
Es gibt ein Alter, ab dem jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher beschrieben wird — unfair und zugleich zutreffend. 7.84 mit 33, und niemand auf dem Platz war besser.
Jacques Mbiandjeu und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Am Ende stand ein 2‑0, und es war der Nachmittag von Serge Daura: zur Stelle, als es zählte — und der Grund, warum die Punkte bei Cotonsport Garoua bleiben.
Es liegt eine eigene Hilflosigkeit darin, vor der zwanzigsten Minute 2 Gegentore zu kassieren. Fortuna Mfou versuchte sich neu zu sortieren, Cotonsport Garoua ließ es nicht zu, und das Ergebnis stand lange vor der Bestätigung fest.
„So will ich das jede Woche sehen. Nicht das Ergebnis, die Art, wie sie es angegangen sind.“ Der Trainer, nach dem 2‑0, redete schon über das nächste Spiel.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Ein anderer war besser, der Trainer hat es mit der Aufstellung gesagt, und darüber gibt es nichts zu streiten. Das Trikot bekommt er nur auf dem einen Weg zurück, auf dem man es zurückbekommen kann.
Die erste Niederlage nach 27 Spielen. Der Trainer wird sagen, sie musste irgendwann kommen; die Kabine wird sagen, nicht gegen Unisport Bafang; die Anhänger werden die ganze Woche beides sagen, in dieser Reihenfolge.
Spielernoten17.10.2033
Keine Spur von Nerven bei Maxime Mbarga mit 19 — 7.72
Das Schwerste daran, mit 19 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Maxime Mbarga brauchte keine: 7.72, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um Cotonsport Garoua spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Jacques Mbiandjeu und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
7.10 bei 10 Aktionen an beiden Enden des Platzes. Solche Mittelfeldspieler werden von Leuten unspektakulär genannt, die nie versucht haben, gegen einen zu spielen.
Der Trainer behielt sie da und sagte, was zu sagen war. Eine Antwort wird am Samstag erwartet; bleibt sie aus, wandern die Fragen eine Etage höher.
Die Trainerbank17.10.2033
Das Urteil des Trainers
„Das geht auf mich. Ich stelle die Mannschaft auf, und ich habe falsch aufgestellt.“ Trainer sagen das, wenn sie es so meinen, und wenn sie so gesehen werden müssen; nach dem 1‑3 verließ Desire Toko-Ekambi den Raum, bevor jemand fragen konnte, welches von beiden.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Cotonsport Garoua hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Joel Mabouka ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Cotonsport Garoua hat der Abschied leise begonnen.
Serge Daura und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Die Trainerbank06.06.2033
Alpha Diounkou ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei Cotonsport Garoua sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.