3‑0 — und die Schlagzeilen gehörten Franco Pastrana, an einem Nachmittag, an dem Ravenna schlicht alles gelang. Von solchen Tagen erzählt man den ganzen Winter.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Ravenna — und es wird nicht zurückgezogen.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Jerónimo Velásquez ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Ravenna hat der Abschied leise begonnen.
Er wird bis zum Sommer hier spielen und dann kostenlos durch die Tür gehen, weil er längst anderswo unterschrieben hat. Den ersten Teil dieses Satzes verkraften die Fans; am zweiten werden sie zu knabbern haben.
Filip Kostić und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Kader24.02.2031
Matteo Solini gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Mattia De Angelis hätte sich sein erstes Spiel nicht besser wünschen können — 9.66
Debüts werden überstanden, nicht genossen. Dieses wurde genossen: 9.66, 2 Tore und ein Trainer, der bereits gefragt wird, ob der Mann nächste Woche wieder beginnt.
Ein 4‑0 gegen Casertana, ein Platz in der nächsten Runde und die stille Rechnung, die jeder Anhänger auf dem Heimweg anstellt: Wie viele noch bis zu einem Finale?
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und Ravenna können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Note 8.15 mit 17, in einer Mannschaft, die auf das Alter keine Rücksicht nimmt. Er brauchte keine, und er wirkte wie der am wenigsten nervöse Mann auf dem Platz.
Jetzt 10 Spiele ungeschlagen. Manche wurden erarbeitet, manche überstanden — aber es entsteht eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten sind das Schwerste, wogegen man im Fußball spielen kann.
Die erste Niederlage nach 9 Spielen. Der Trainer wird sagen, sie musste irgendwann kommen; die Kabine wird sagen, nicht gegen Livorno; die Anhänger werden die ganze Woche beides sagen, in dieser Reihenfolge.
Filip Kostić stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader30.09.2030
Worte auf dem Trainingsplatz von Ravenna darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Benjamín Bravo steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Es gibt eine besondere Wärme, die ein Stadion für einen 22-Jährigen aufhebt, den es als seinen empfindet. Luigi Mormile hat sie jetzt — und alles, was er hier noch tut, wird an dem Wohlwollen gemessen, das er geschenkt bekam.
Kurz notiert
Die TrainerbankDer Trainer macht Franco Pastrana zum Exempel
Keine Formphase — ein echter Schritt nach oben, über Monate gehalten. Mit 18 kann er auf diesem Niveau Dinge, die er zu Saisonbeginn nicht konnte, und der Trainerstab sagt Ihnen genau welche.
Der Wechsel mit Avellino ist in jeder Hinsicht abgeschlossen, außer der, die ihn auf den Platz bringt. In diesem Stadium geht nichts mehr schief, abgesehen von den Gelegenheiten, bei denen es doch passiert.
Filip Kostić und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Siracusa zahlte $110.0K, und Ravenna nahm es an — das ist die ganze Geschichte in einem Satz. Die längere Fassung handelt vom Gehaltsbudget und wird die ganze Saison erzählt.
Die Papiere sind lange vor dem Spieler fertig. Paolo Rrapaj hat zugesagt, hierherzukommen, sobald sein laufender Vertrag endet — Ravenna haben damit ein Sommerbudget durch ein Telefonat ersetzt.
Romano Alberti ist 17, und Ravenna hat ihn für den Spieler verpflichtet, der er einmal sein wird, nicht für den, der er heute ist. Die erste Mannschaft kann warten; der Sinn eines solchen Geschäfts sind die Jahre, die es kauft.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
„Es hat lange genug gedauert. Lieber rede ich Klartext, als dass es weiter im Raum steht.“ Zehn Minuten hinter verschlossener Tür bei Ravenna, und beide kamen mit den Worten heraus, es sei alles in Ordnung.
Alles mit Siracusa geklärt, alles mit dem Spieler geklärt; ein Arzt ist der Einzige, der noch zu überzeugen ist. Bis zum Foto sind es noch ein, zwei Tage.
Die Regeln erlauben es, und es tut trotzdem weh. Romano Alberti hat sich für den Sommer mit Ravenna geeinigt, und bis dahin trägt er dieses Trikot als Spieler, der sein nächstes schon gewählt hat.
Antonio Sabbatani und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Kader15.07.2030
Luigi Canotto gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Perugia fragte, und Venezia sagte Nein, ohne über eine Summe zu reden. Es ist die eindeutigste Antwort im Fußball und die, auf die Vereine am häufigsten zurückkommen, um sie zu prüfen.
Kader15.07.2030
Bruno Cattaneo zieht sich eine Muskelverletzung zu — 15 Tage Pause
Die Verletzung, die immer wiederkommt, aus der man immer zu früh zurückkehrt und die still mehr Karrieren kostet als die dramatischen. 15 Tage sind die Schätzung; die ehrliche Zahl hängt davon ab, ob jemand geduldig ist.
„Ich schaue von hier aus jedes Spiel von Perugia. Das sagt alles darüber, wo mein Kopf ist.“ Die Leihe bei Lumezzane läuft ihren Gang — aber sein Herz ist nie mitgereist.
Jede Grundordnung hat Positionen, und diese hat seine nicht. Perugia wird entweder das System ändern, seine Aufgabe oder seinen Verein, und er wartet darauf, zu erfahren, welches.
Jede Pressekonferenz beginnt und endet inzwischen gleich: mit der Zukunft von Antonio Sabbatani. Dem Trainer gehen die neuen Formulierungen aus, um nichts zu sagen.
Kurz notiert
Die TrainerbankDavide Ciani ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut