4 Siege in Serie verändern, wie Gegner sich aufwärmen: leiser, mit mehr Blicken herüber. Serien reißen, das weiß jeder — aber in dieser Kabine plant niemand damit.
2 Tore, bevor das Stadion vollständig da war. Sturm Graz II spielte den Rest des Nachmittags eine bereits entschiedene Partie, und jeder im Stadion wusste es.
Die Auszeichnung als bester Nachwuchsspieler des Monats geht an einen 20-Jährigen von FC Liefering, der vier Spieltage in Folge fertig aussah. Die nächsten vier entscheiden, ob er es ist.
„Ich habe zugehört, ich habe darüber nachgedacht, und ich bleibe. Das ist die ganze Geschichte.“ Die Vereine hatten sich auf eine Ablöse geeinigt. Philipp Maybach hatte nicht eingewilligt zu gehen, und das erwies sich als der entscheidende Teil.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um FC Liefering spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Spielernoten20.08.2035
Ein Verteidigertor entscheidet es für FC Liefering — 7.65
1 für Philipp Maybach, Note 7.65 — und der Name eines Innenverteidigers in dem Teil des Berichts, in den er sonst nur aus Versehen gerät. In der Kabine wird man ihn einen Monat lang daran erinnern.
Emmanuel Michael und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Er ist 21, und das Stadion singt schon seinen Namen — das passiert Jungen von hier und Neuzugängen so gut wie nie. Alles von jetzt an wird an einer Zuneigung gemessen, für die er nichts getan hat, außer von hier zu sein.
SV Ried steht ganz oben und rückt in Sicht. Nichts zu verlieren — das sagt jeder Trainer, bevor er verliert.
Kader20.08.2035
Dejan Wimmer ist bestes Nachwuchstalent des Wochenendes
Mit 20 misst er sich mit allen anderen jungen Spielern der Liga und liegt vorn. Der Verein hätte gern, dass daraus irgendwann die Auszeichnung für Erwachsene wird.
Keine Spur von Nerven bei Raphael Prass mit 20 — 7.70
Das Schwerste daran, mit 20 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Raphael Prass brauchte keine: 7.70, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
Emmanuel Michael und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Emmanuel Michael, und der Trainer ließ es geschehen.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Thomas Sabitzer und FC Liefering einigen sich auf weitere 3 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
Die Ehrgeizgeschichte rückwärts erzählt, und die, die niemand erzählt: ein Fußballer, der ein kleineres Stadion will, weniger Kameras und ein Publikum, das sich nicht gegen einen wendet. Schwäche ist das nicht, und als etwas anderes wird es selten beschrieben.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. FC Liefering hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei FC Liefering diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
„Es hat lange genug gedauert. Lieber rede ich Klartext, als dass es weiter im Raum steht.“ Zehn Minuten hinter verschlossener Tür bei FC Liefering, und beide kamen mit den Worten heraus, es sei alles in Ordnung.
Platz 2, 59 Punkte — und das Ergebnis, das alle zuerst nachschauen, ist jetzt ihres. Das Wort wird am Stadion weiter nicht ausgesprochen. Genau daran erkennt man, dass alle daran denken.
„Ich respektiere den Trainer, und ich werde hier nicht sitzen und behaupten, ich sei glücklich.“ Der häufigste Satz im Fußball, und nie war er das Ende einer Geschichte.
Kurz notiert
KaderRaphael Prass will wissen, warum er weniger verdient
Die TrainerbankDejan Schlager bittet den Trainer um ein Gespräch
TransfermarktDejan Schlager auf die Transferliste gesetzt
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei FC Liefering tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
„Ich respektiere den Trainer, und ich werde hier nicht sitzen und behaupten, ich sei glücklich.“ Der häufigste Satz im Fußball, und nie war er das Ende einer Geschichte.
Kurz notiert
TransfermarktDie Geschichte um Pablo Durán will nicht sterben
Die TrainerbankDejan Schlager bittet den Trainer um ein Gespräch
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Andreas Prass ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei FC Liefering hat der Abschied leise begonnen.
Es wird als Entscheidung für die Mannschaft erklärt werden, und vielleicht ist es sogar eine. Niemand, der die Binde je getragen hat, glaubt das, und der Mann, dem sie gerade abgenommen wurde, auch nicht.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um FC Liefering spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Dejan Wimmer und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Zweimal dementiert, dreimal gedruckt — die übliche Arithmetik. Bis Pablo Durán etwas unterschreibt, einen Vertrag bei FC Liefering oder anderswo, gehört diese Spalte ihm.
„Es hat lange genug gedauert. Lieber rede ich Klartext, als dass es weiter im Raum steht.“ Zehn Minuten hinter verschlossener Tür bei FC Liefering, und beide kamen mit den Worten heraus, es sei alles in Ordnung.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Marcel Onisiwo
30 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. FC Liefering verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Dujuan Richards ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei FC Liefering hat der Abschied leise begonnen.
Noch 2 Monate — und beide Seiten wissen, was das heißt: Mit jeder Woche ohne Unterschrift sinkt die Ablöse, die FC Liefering verlangen kann, und steigt das Gehalt, das Dujuan Richards verlangen kann.
Neunzig ganz bestimmte Minuten verlangten eine andere Sorte Spieler, und der Trainer hat eine ausgesucht. Er ist nicht außer Form, und er steht nicht in der Elf, und beides stimmt.
Zweimal dementiert, dreimal gedruckt — die übliche Arithmetik. Bis Pablo Durán etwas unterschreibt, einen Vertrag bei FC Liefering oder anderswo, gehört diese Spalte ihm.
„Von draußen kommt niemand, der uns rettet.“ Kurz, unbequem — und laut allen Berichten war die Kabine von FC Liefering danach stiller als in der ganzen Saison.
Defensivaktionen: 8, und am Ende eine weiße Weste. Die besten Nachmittage eines Innenverteidigers sehen aus, als sei nichts passiert — genau darum geht es.
Ein Derby handelt nie nur vom Fußball, aber der Fußball half: 2‑1, und der Gästeblock leerte sich früh. Die Vorherrschaft in der Stadt ist für eine weitere Saison geklärt.
44 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. FC Liefering verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei FC Liefering diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Es gibt Tore, und es gibt Tore gegen genau diesen Gegner. Der Anhang von FC Liefering hat für ein Jahr die besseren Argumente und weiß genau, wessen Name darauf steht.
Es gibt eine besondere Wärme, die ein Stadion für einen 20-Jährigen aufhebt, den es als seinen empfindet. Stefan Alaba hat sie jetzt — und alles, was er hier noch tut, wird an dem Wohlwollen gemessen, das er geschenkt bekam.
Gelungene Dribblings: 18. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Ein Monat ist lang genug, dass niemand zufällig hineinrutscht. Viktor Baier steht in der besten Elf der Liga, was ein leiseres Kompliment ist als eine Auszeichnung und ein verlässlicheres.
Die erste Niederlage nach 14 Spielen. Der Trainer wird sagen, sie musste irgendwann kommen; die Kabine wird sagen, nicht gegen Kapfenberg; die Anhänger werden die ganze Woche beides sagen, in dieser Reihenfolge.
Spiel10.02.2035
Kein Ende in Sicht: FC Liefering wartet weiter auf einen Sieg
Nun 5 Spiele ohne Sieg, und die Ausreden sind dünner geworden als die Geduld. Irgendjemand bei FC Liefering muss irgendwoher ein Ergebnis holen.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei FC Liefering tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Emmanuel Michael und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
7 Tore. Beide Bänke sahen in der zweiten Halbzeit eher einander an als aufs Feld. Puristen werden sich über FC Liefering und Kapfenberg gleichermaßen beschweren; alle anderen hatten einen wunderbaren Tag.
Die Serie ohne Niederlage steht bei 13. Manche Spiele waren Siege, manche waren Fluchten, aber eine Mannschaft, die sich weigert zu verlieren, ist eine Mannschaft, über die andere Kabinen reden.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Simão Rocha ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei FC Liefering hat der Abschied leise begonnen.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei FC Liefering — und es wird nicht zurückgezogen.
Das Publikum wartete auf ein Tor, das nie fiel. Wolfsberger AC verteidigte mit vielen Beinen und nahm mit, wofür man gekommen war – die beiden könnten noch heute spielen, ohne einen Torschützen zu bemühen.
Die Anlage verlangte gegen diesen Gegner ein anderes Profil — eine echte fußballerische Antwort und null Trost für den, um den es geht. Er hat nichts falsch gemacht und er hat nicht gespielt.
Jede Pressekonferenz beginnt und endet inzwischen gleich: mit der Zukunft von Pablo Durán. Dem Trainer gehen die neuen Formulierungen aus, um nichts zu sagen.
„Ich verlange von niemandem, besser zu sein, als er ist. Ich verlange von jedem, so gut zu sein, wie er ist, jede Woche.“ Laut gesagt, vor allen, und die Kabine von FC Liefering war danach eine andere.
Noch 4 Monate — und beide Seiten wissen, was das heißt: Mit jeder Woche ohne Unterschrift sinkt die Ablöse, die FC Liefering verlangen kann, und steigt das Gehalt, das Pablo Durán verlangen kann.
Kurz notiert
Die TrainerbankAndreas Prass bittet den Trainer um ein Gespräch
SpielernotenBei Peter Lainer war der Pass immer da
Die Serie ohne Niederlage steht bei 12. Manche Spiele waren Siege, manche waren Fluchten, aber eine Mannschaft, die sich weigert zu verlieren, ist eine Mannschaft, über die andere Kabinen reden.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um FC Liefering spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Ein Saisonschnitt von 7.20, dahinter 16 Tore. Gegner haben begonnen, ihre Pläne um ihn herum zu bauen – das aufrichtigste Kompliment, das der Fußball zu vergeben hat.
Er trug einmal das andere Trikot. Am Samstag spielt er in diesem gegen Wolfsberger AC, und was auch immer er diese Woche darüber sagt, dass es nur ein Spiel wie jedes andere sei, wird nicht stimmen.
Die Anlage verlangte gegen diesen Gegner ein anderes Profil — eine echte fußballerische Antwort und null Trost für den, um den es geht. Er hat nichts falsch gemacht und er hat nicht gespielt.
„Wenn wir verlieren, dann nicht, weil sich hier drin jemand keine Mühe gegeben hat.“ Er stand auf und sagte es vor allen — so etwas behält eine Mannschaft jahrelang von einem Mann.
Die Sorte Jahr, die damit endet, dass ein Name in einem Saal verlesen wird. FC Liefering hatte jede Woche den Nutzen davon und hat jetzt das Problem, dass alle anderen es wissen.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um FC Liefering spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Erkin Yalcin und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
„Ich bin nicht hergekommen, um mich vor Leuten aufzuwärmen.“ Irgendwann läuft sein Vertrag aus, er kann die Wochen zählen, und FC Liefering muss ihm einen Grund zum Bleiben geben oder einen Ausgang.
Manche Spiele entscheidet ein Moment; dieses entschied ein Mann. 7.77 auf dem Zettel, und der Anhang von FC Liefering ging mit einem Namen auf den Lippen nach Hause.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um FC Liefering spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Note 8.23 mit 21, in einer Mannschaft, die auf das Alter keine Rücksicht nimmt. Er brauchte keine, und er wirkte wie der am wenigsten nervöse Mann auf dem Platz.
Emmanuel Michael und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Note 8.01 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Gelungene Dribblings: 11. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Kurz notiert
TransfermarktLuca Pazourek lässt seinen Vertrag auslaufen
Doppelpack, und Pablo Durán nimmt den Nachmittag mit — 8.19
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Pablo Durán hat sie erzeugt, und die 8.19 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
Spielernoten27.11.2034
Konrad Sabitzer, 21, spielt, als wäre er seit Jahren hier — 8.13
Eine 8.13 bedeutet neben dem Namen eines Neunundzwanzigjährigen das eine und neben dem eines 21-Jährigen etwas völlig anderes. Im Stadion musste das niemandem erklärt werden.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Peter Lainer ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei FC Liefering hat der Abschied leise begonnen.
Emmanuel Michael stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Mit 21 wird über ihn von Leuten gesungen, die doppelt so alt sind — eine Zuneigung, die sich ein Zugang über Jahre verdienen muss und ein Junge von hier fürs Auftauchen bekommt. Und zugleich das Schwerste, dem man im Fußball gerecht werden kann.
Die Hälfte des Programms gespielt, Platz 1, 33 Zähler auf dem Konto. Das Verdoppeln ist die Rechnung, die jeder Anhänger angestellt hat und die im Verein niemand laut anstellt.
Inzwischen 5 Siege in Serie, und die Frage lautet nicht mehr, ob die Serie endet, sondern wer sie beendet. Solches Selbstvertrauen lässt sich nicht kaufen; es muss genau auf diese Weise verdient werden.
Das Schwerste daran, mit 21 in einer Profimannschaft zu stehen, ist, dass niemand Rücksicht nimmt. Marcel Onisiwo brauchte keine: 7.82, und er wirkte wie der Ruhigste auf dem Platz.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um FC Liefering spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Die Trainerbank18.09.2034
Peter Laimer: Das war mir anders versprochen worden
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ FC Liefering schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Note 10.00 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
Die Kurve18.09.2034
Das Publikum hat Peter Lainer ins Herz geschlossen
Mit 23 wird über ihn von Leuten gesungen, die doppelt so alt sind — eine Zuneigung, die sich ein Zugang über Jahre verdienen muss und ein Junge von hier fürs Auftauchen bekommt. Und zugleich das Schwerste, dem man im Fußball gerecht werden kann.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei FC Liefering diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
FAC Wien wird dieses Spiel schnell vergessen wollen: 3‑0, jeder Zweikampf verloren, dazu eine lange Heimfahrt. FC Liefering war gnadenlos auf die Art, auf die gute Mannschaften gnadenlos sind.
Ablöse vereinbart, Gehalt vereinbart, und Altach wartet mit einem Trikot. Bei FC Liefering tut niemand mehr so, als wäre es anders, und die Anhänger fragen nicht mehr ob, sondern wann.
Es gibt ein Alter, ab dem jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher beschrieben wird — unfair und zugleich zutreffend. 8.33 mit 35, und niemand auf dem Platz war besser.
Emmanuel Michael und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Ein Gespräch steht diese Woche an. FC Liefering werden eine Zahl nennen, und ab da ist es kein Fußball mehr, sondern Rechnen.
Kader21.08.2034
Ein Talent von FC Liefering holt die Nachwuchsauszeichnung
Dejan Lienhart ist 20 und war an einem Wochenende der Beste seines Jahrgangs in der Liga. Darauf sollte niemand eine Karriere bauen, und alle tun es still.
Transfermarkt21.08.2034
Pablo Durán wird mit einem Abgang in Verbindung gebracht
Der Name Pablo Durán taucht immer wieder in fremden Sportteilen auf. FC Liefering schweigt, und das sagt genug.