Thomas Andersen verletzt sich am Kniebandapparat — 128 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 128 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Monopoli offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ Monopoli erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Hugo Enciso ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Monopoli hat der Abschied leise begonnen.
Harry Montague stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Platz 2, 68 Punkte — und das Ergebnis, das alle zuerst nachschauen, ist jetzt ihres. Das Wort wird am Stadion weiter nicht ausgesprochen. Genau daran erkennt man, dass alle daran denken.
Die Gehälter sind den Einnahmen davongelaufen, und die Buchhaltung sitzt neuerdings in Sitzungen, für die sie sich früher entschuldigt hat. Der Ehrgeiz kommt in so einer Saison an zweiter Stelle.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Monopoli — und es wird nicht zurückgezogen.
Harry Montague stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader29.05.2045
Worte auf dem Trainingsplatz von Monopoli darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Rick De Jong steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Kader29.05.2045
Louis Rousseau ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei Monopoli sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Monopoli offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Ausgeschieden, 2‑4 gegen Cesena — und die lange Debatte, welcher der kleinen Momente es entschieden hat. Es bleibt nur noch die Liga, und alle wissen es.
Spielernoten07.11.2044
Tiziano Troisi, 21, spielt, als wäre er seit Jahren hier — 7.96
Eine 7.96 bedeutet neben dem Namen eines Neunundzwanzigjährigen das eine und neben dem eines 21-Jährigen etwas völlig anderes. Im Stadion musste das niemandem erklärt werden.
6 Tore. Beide Bänke sahen in der zweiten Halbzeit eher einander an als aufs Feld. Puristen werden sich über Monopoli und Cesena gleichermaßen beschweren; alle anderen hatten einen wunderbaren Tag.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Monopoli diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Das ist Geld, das das Licht anlässt, nicht Geld, das einen Innenverteidiger kauft — und dieser Unterschied ist die ganze Geschichte. Ein Verein, der von seinem Eigentümer lebt statt von seinem Fußball, hat genau ein Gespräch vor sich.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Steven Perdisa
86 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Monopoli verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Jetzt 10 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
25 Tore in 33 Spielen bei Trapani — Zahlen, die schneller nach Hause reisen als er. Bei Monopoli pflegt jemand jeden Montag eine Tabelle, und sie liest sich jede Woche besser.
Kader18.04.2044
Worte auf dem Trainingsplatz von Monopoli darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Alessandro Di Pasquale steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Aiham Dahche, und der Trainer ließ es geschehen.
Die Sperre verbietet jede Ablöse für einen Spieler, ganz gleich, was der Trainer für nötig hält. Jedes Gerücht, das bis zu ihrer Aufhebung über diesen Verein gedruckt wird, handelt von einem Geschäft, das nicht stattfinden kann.
„Ich habe alles hineingesteckt, aber meine Familie ist nicht hier — und ich, ehrlich gesagt, auch nicht.“ Eine Formkrise lässt sich trainieren. Das hier hat noch niemand wegtrainiert, und bei Monopoli weiß man das.
Jede Pressekonferenz beginnt und endet inzwischen gleich: mit der Zukunft von Pavlo Kryvtsov. Dem Trainer gehen die neuen Formulierungen aus, um nichts zu sagen.