96 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Plaza Colonia verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Vorstand01.10.2035
Der Druck in der Führungsetage von Plaza Colonia wächst
Die Verantwortlichen zeigen dem Trainer öffentlich keine Wärme mehr. Im Fußball ist das meist die Stufe vor der kurzen Mitteilung.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Plaza Colonia — und es wird nicht zurückgezogen.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Juan Cruz Carranza ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Plaza Colonia hat der Abschied leise begonnen.
Gerardo Padrón und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
61 Tage, sagt der Befund — und Befunde sind gnädiger als die Wirklichkeit. Die Spiele in diesem Zeitraum sind ab sofort die Aufgabe von jemand anderem.
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere darüber dachten, wie hart ein anderer trainiert, und Luciano Brítez stand mittendrin. Der eine Kabinenstreit, bei dem es wirklich um Fußball geht.
„Ich schaue von hier aus jedes Spiel von Plaza Colonia. Das sagt alles darüber, wo mein Kopf ist.“ Die Leihe bei Platense läuft ihren Gang — aber sein Herz ist nie mitgereist.
„Man hat es mir klar gesagt, und so ist es mir lieber.“ Der Trainer von Plaza Colonia hat Joshua Ortiz deutlich gemacht, woran er ist — mehr bekommen viele nie.
19 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. Plaza Colonia verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
„Es war nicht das Richtige für mich. Ich werde das niemandem erklären außer den Leuten, denen ich eine Erklärung schulde.“ Ein zwischen zwei Vereinen vereinbarter Wechsel, und ein Spieler, der es ablehnte, Teil davon zu sein.
Kader31.07.2034
Ein Bruch setzt Agustín Buffa 104 Tage außer Gefecht
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Plaza Colonia offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ Plaza Colonia erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Plaza Colonia tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Die Vereine waren sich einig, der Spieler nicht. Ein Korb, und ein öffentlicher: La Luz behält ihn, und die Anhänger hier fragen sich, was er über den Ort gehört haben mag.
Gerardo Padrón und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Nicht jetzt, und zu keinem Preis, den der Verein laut auszusprechen bereit war. Defensor Sporting behält seinen Mann, und Plaza Colonia kehrt zu einer Liste zurück, auf der ein Name durchgestrichen ist.
Plaza Colonia lief mit Central Espanol die Zeit davon. Die Unterlagen lagen offen, als die Frist verstrich, und aus einem Transfer, der fast fertig war, ist ein Transfer geworden, der nie stattgefunden hat.
Kurz notiert
KaderWorte auf dem Trainingsplatz von Plaza Colonia darüber, wer wie hart arbeitet
28 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Plaza Colonia verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Das Angebot von Penarol für Juan Roth wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Ablöse vereinbart, Gehalt vereinbart, und Defensor Sporting wartet mit einem Trikot. Bei Plaza Colonia tut niemand mehr so, als wäre es anders, und die Anhänger fragen nicht mehr ob, sondern wann.
Mit 35 wird jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher bezeichnet, und dieser war eine: 8.05, und niemand auf dem Platz war besser.
Transferziele24.07.2034
Bei $32.0K sind sich die Vereine wegen Thiago Nascente einig
Central Espanol hat das Geld akzeptiert. Was Plaza Colonia noch nicht hat, ist der Mann, und zwischen hier und dem Foto liegt ein Gespräch über das Gehalt, vor dem beiden Seiten graut.
Vorstand24.07.2034
Plaza Colonia schließt das Fenster mit einem selbstgemachten Kader
2 rein und 2 raus, und monatelang keine Änderungen mehr. Der Trainer hat, was er hat, die Anhänger haben ihre Meinung dazu, und das letzte Wort hat die Tabelle.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Plaza Colonia tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Gerardo Padrón und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Daniel Pellistri verletzt sich am Kniebandapparat — 35 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 35 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Plaza Colonia hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
10 Spiele hatte es gedauert. Die Spieler feierten nicht wie Männer, die ein Spiel gewonnen haben, sondern wie Männer, die man aus etwas herausgelassen hat.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und Plaza Colonia können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Das ist keine Rotation. Carlo Villanueva gehört seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Planungen des Trainers, und bei Plaza Colonia tut niemand mehr so als ob.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Plaza Colonia tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Gerardo Padrón stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Wer nach dem Abpfiff fragte, was die Teams trennte, bekam einen Namen: Gerardo Padrón. 4‑3 gegen Wanderers — und der Applaus am Ende galt vor allem ihm.
Kurz notiert
SpielGerardo Padrón trifft an einem verrückten Nachmittag
42 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Plaza Colonia verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Jetzt 10 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
Das Letzte an einem Transfer, das noch mit dem Spieler zu tun hat, ist seine Unterschrift unter seine eigenen Bedingungen, und die steht. Plaza Colonia hat ihn verloren, bis auf den Papierkram.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Juan Cruz Carranza ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Plaza Colonia hat der Abschied leise begonnen.
Juan Roth und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Noch ein Name auf der Liste: Potencia hat die Frage gestellt, die sich im Fußball gerade alle über Thiago Rodríguez stellen. Die Antwort von Plaza Colonia hat sich nicht geändert — noch nicht.
Nicht jetzt, und zu keinem Preis, den der Verein laut auszusprechen bereit war. Nacional behält seinen Mann, und Plaza Colonia kehrt zu einer Liste zurück, auf der ein Name durchgestrichen ist.