Rustam Yatimov bricht sich einen Knochen — 61 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 61 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ Rostov schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Matyáš Vojta stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader27.08.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von Rostov darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Victor Melekhin steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Es brauchte einen Treffer von Matyáš Vojta, um überhaupt etwas mitzunehmen: 1‑1 gegen Dinamo Makhachkala — und die halbe Kabine nennt es einen gewonnenen Punkt.
Zweimal dementiert, dreimal gedruckt — die übliche Arithmetik. Bis Victor Melekhin etwas unterschreibt, einen Vertrag bei Rostov oder anderswo, gehört diese Spalte ihm.
Er ist der Name in jeder Kolumne und in jeder Sendung, und das ist in jedem Alter eine schwere Last. Manche Fußballer wachsen daran; andere gehen leise daran kaputt.
Kurz notiert
TransfermarktManuel Alagna auf die Transferliste gesetzt
Victor Melekhin gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Marco Perri stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader11.06.2035
Ivan Komarov ist für den Trainer ein Mann geworden, dem er vertraut
Bei Rostov sagt das niemand offiziell, und die Aufstellungen sagen es seit Wochen. In jedem Kader gibt es eine kleine Gruppe, die aufgestellt wird, wenn das Spiel schwer ist — er gehört jetzt dazu.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Zakhar Fedorov
29 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Rostov verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Die Führung hat öffentlich gesagt, was intern längst gesagt wurde. Die Ergebnisse bis zur nächsten Sitzung entscheiden, und im Verein kennt jeder die Rechnung.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Pierpaolo Tagliabue hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
Kader07.05.2035
Manuel Alagna bekommt den Wechsel, den er immer wollte
Fußballer werden so oft nach dem Verein ihrer Kindheit gefragt, dass niemand mehr auf die Antwort hört. Manuel Alagna hat gerade bei Rostov unterschrieben — und diesmal zählte die Antwort.
Kader07.05.2035
Worte auf dem Trainingsplatz von Rostov darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Victor Melekhin steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Zweimal dementiert, dreimal gedruckt — die übliche Arithmetik. Bis Victor Melekhin etwas unterschreibt, einen Vertrag bei Rostov oder anderswo, gehört diese Spalte ihm.
Manuel Alagna ist 33 und hat nichts mehr zu beweisen. Geblieben ist ihm, wo man steht, wann man das Tempo herausnimmt und was man in der Halbzeit sagt, und nichts davon steht auf einem Laufdatenblatt.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ Cagliari erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Cagliari tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Cagliari diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Kader24.04.2034
Worte auf dem Trainingsplatz von Cagliari darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gianluca Gaetano steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
„Ich stelle Spieler auf, die die Arbeit machen. Die ganze.“ Kein Name fiel — und trotzdem drehte sich jede Kamera zu Ivan Saio, und der Trainer ließ es geschehen.
Es ist der legitimste Ehrgeiz des Sports und für die meisten Vereine der am schwersten zu erfüllende. Bogdan Popov will internationalen Fußball; ob Cagliari das liefern kann, ist eine Frage der nächsten zwei Saisons, nicht eine über ihn.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Manuel Alagna ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Cagliari hat der Abschied leise begonnen.
Gianluca Gaetano stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Kader27.03.2034
Mattia Felici gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
7 Tore in einem Spiel, Ivan Sulev auf der Torschützenliste und ein Ergebnis, das wie ein Druckfehler aussieht. Neutrale konnten von Cagliari und Juventus nicht mehr verlangen.
Die Musik war aus, und die Duschen liefen spät. Was in dieser Kabine gesagt wurde, bleibt dort — aber der Samstag veröffentlicht das Protokoll.
Kader27.03.2034
Der Trainer hat Ivan Saios Fehler noch nicht vergessen
Öffentlich ist die Sache für alle erledigt. Für den, der die Mannschaft aufstellt, ist sie es nicht, und der einzige Ort, an dem man das sieht, ist die Aufstellung. Er bekommt eine neue Chance — in einem Spiel, das weniger wichtig ist.
Er ist der Name in jeder Kolumne und in jeder Sendung, und das ist in jedem Alter eine schwere Last. Manche Fußballer wachsen daran; andere gehen leise daran kaputt.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Cagliari offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
In jedem der letzten 7 Spiele mindestens zwei Gegentore. Es ist nicht ein Fehler, der sich wiederholt — das wäre leichter zu beheben; es ist jede Woche ein anderer.
Es gibt ein Alter, ab dem jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher beschrieben wird — unfair und zugleich zutreffend. 7.86 mit 33, und niemand auf dem Platz war besser.
16 Tage, sagt der Befund — und Befunde sind gnädiger als die Wirklichkeit. Die Spiele in diesem Zeitraum sind ab sofort die Aufgabe von jemand anderem.
Gianluca Gaetano stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Cagliari offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
1‑4 gegen Napoli, und hier endet die Straße. Ein Pokal-Aus ist ein schneller Tod – kein Rückspiel, kein nächstes Mal, nur noch Liga bis in den Mai.
Die Kurve30.01.2034
Platz 19 und weiter abwärts: die Stimmung bei Cagliari ist weg
19 Punkte und eine Position, deren Rechnung jeder im Stadion aufmachen kann. Die Gesänge handeln nicht mehr von der Mannschaft, sondern vom Überleben — ein völlig anderer Klang.
Die Kurve30.01.2034
Eine Pokalklatsche bei Napoli zwingt Cagliari zur Erklärung
1:4, und lange vor dem Ende war der Gästeblock von Aufmunterung zu etwas deutlich Schärferem übergegangen. Wegen einer knappen Niederlage ruft niemand bei einer Radiosendung an.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Cagliari tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Cagliari diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Kader30.01.2034
Worte auf dem Trainingsplatz von Cagliari darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gianluca Gaetano steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum Cagliari offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
0‑3 für Inter, und es war genau so schlimm, wie die Zahl vermuten lässt. Es gibt Niederlagen, über die man streitet, und Niederlagen, für die man sich entschuldigt; das war die zweite Sorte.
Platz 18, 19 Punkte und ein Restprogramm mit weniger Spielen darin als Ausreden. Die Mathematik ist noch nicht grausam, aber freundlich ist sie nicht mehr.
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ Cagliari schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
Er eroberte den Ball und machte anschließend etwas daraus — zwei Aufgaben, und der Grund, warum das Ergebnis so aussieht, wie es aussieht. 20 Aktionen zusammengenommen und eine 6.91, von denen keine je in eine Zusammenfassung kommt.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Othniël Raterink ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Cagliari hat der Abschied leise begonnen.
Gennaro Borrelli stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Schlimmer kann man einen Fußballer nicht verlieren. Manuel Alagna hat einen Wechsel vorab vereinbart, das heißt jeder Einsatz bis Juni kommt von einem Mann, den der Verein nicht mehr verkaufen kann — und oben wird jemand erklären müssen, wieso es so weit kam.
Kurz notiert
KaderGianluca Gaetano gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Davide Veroli bricht sich einen Knochen — 111 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 111 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Vorstand05.12.2033
Der Druck in der Führungsetage von Cagliari wächst
Die Verantwortlichen zeigen dem Trainer öffentlich keine Wärme mehr. Im Fußball ist das meist die Stufe vor der kurzen Mitteilung.
Die Führung hat öffentlich gesagt, was intern längst gesagt wurde. Die Ergebnisse bis zur nächsten Sitzung entscheiden, und im Verein kennt jeder die Rechnung.
Vorstand05.12.2033
Der Vorstand von Cagliari bittet alle zum Gespräch
Angekündigt wurde nichts, und alle verstehen, was es bedeutet. Ein Vorstand, der an einem Dienstagmorgen die gesamte sportliche Leitung einbestellt, glaubt nicht mehr daran, dass sich das Problem von selbst löst.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Jetzt 5 Spiele ohne Sieg — und im Stadion herrscht diese besondere Stille einer Kurve, die das Schlimmste erwartet. Ein dreckiges 1:0 würde das meiste heilen; genau das macht es so zermürbend.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Cagliari hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Gennaro Borrelli und Cagliari einigen sich auf weitere 2 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
Davide Veroli bricht sich einen Knochen — 125 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 125 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei Cagliari — und es wird nicht zurückgezogen.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Mannschaft. 6 Paraden, etliche davon der Sorte, die niemand für haltbar hält, und am Ende ein Ergebnis, das allen vor ihm schmeichelt.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Cagliari diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Kader21.11.2033
Worte auf dem Trainingsplatz von Cagliari darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gianluca Gaetano steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Das Führungstor von Genoa lief auf den Bildschirmen im Umlauf noch in Wiederholung, als Cagliari 4 Minuten später ausglich. Eine Führung ist nur so viel wert wie das, was man mit ihr anfängt.