Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Dylan Greco
53 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Samsunspor verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Was hinter verschlossenen Türen gesagt wurde, steht nun vor einem Mikrofon. Bei Samsunspor kann jeder rechnen — auch der Mann, den es betrifft.
Kader06.08.2035
Umut Erkin bricht sich einen Knochen — 59 Tage Pause
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 59 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um Samsunspor spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Samsunspor hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Samsunspor diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
„Die leichteste Unterschrift meiner Karriere.“ Levent Mercan und Samsunspor einigen sich auf weitere 2 Jahre, und der Trainer kann mit ihm planen statt über ihn.
„Da ist eine Lücke, und so zu tun, als wäre sie nicht da, hilft niemandem.“ Keine Seite hat sich bewegt, und der Kalender arbeitet für genau eine davon.
Kurz notiert
Die TrainerbankTugra Turhan verliert den Trainer, der an ihn glaubte
Die TrainerbankSamed Onur bittet den Trainer um ein Gespräch
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und Samsunspor können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Das Angebot von Adana Demirspor für Taha Rençber wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Samsunspor hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Bedingungen wurden angeboten und abgelehnt. Ob es am Gehalt lag, an der Rolle oder an der Stadt, sagt bei Konyaspor niemand, und bei Samsunspor macht das Raten niemandem Spaß.
Joe Mendes und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.
Nicht jetzt, und zu keinem Preis, den der Verein laut auszusprechen bereit war. Konyaspor behält seinen Mann, und Samsunspor kehrt zu einer Liste zurück, auf der ein Name durchgestrichen ist.
„Wer nicht für das Trikot läuft, wird es nicht lange tragen.“ Ein Name fiel nicht und war auch nicht nötig; in der Kabine wusste jeder, wer gemeint war.
Ederson verletzt sich am Kniebandapparat — 37 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 37 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Jetzt 17 Spiele ungeschlagen. Manche wurden erarbeitet, manche überstanden — aber es entsteht eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten sind das Schwerste, wogegen man im Fußball spielen kann.
Sporting CP wollte nicht verkaufen, und die Zahl ist der Grund, warum sie es doch taten. $67.3M für Giuliano Simeone — und die Erwartung, die mit ihm ankommt, mildert keine Eingewöhnungszeit.
Fenerbahce bot $11.3M; Antalyaspor sagte, das sei nicht einmal in der Nähe. Dem Trainer wird man sagen, das Geld sei für den richtigen Spieler weiterhin da — das ist, was man Trainern sagt.
„Ich will etwas gewinnen, und ich würde das gern hier tun.“ Es wurde nichts gefordert und nichts angedroht — aber eine Vereinsführung bei Fenerbahce hört einen solchen Satz genau so, wie er gebaut ist.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Fenerbahce diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
$710.0K liegen bei Kayserispor auf dem Tisch. Der Trainer wollte ihn, der Vorstand hat einer Zahl zugestimmt, und die einzigen Stimmen, die noch fehlen, sind die beim anderen Verein.
68 Tage stehen in der Mitteilung, und dahinter ein Jahr stiller Reha, bei der niemand zusieht. Fenerbahce verliert einen Spieler für eine Saison; er verliert etwas, das schwerer zu benennen ist.
Die Serie ohne Niederlage steht bei 13. Manche Spiele waren Siege, manche waren Fluchten, aber eine Mannschaft, die sich weigert zu verlieren, ist eine Mannschaft, über die andere Kabinen reden.
Die 88. Minute, das halbe Stadion schon auf dem Weg zum Ausgang, und Jaurès Assoumou entschied, dass niemand irgendwohin geht. Erzurumspor blieb keine Zeit für eine Antwort.
12 Heimspiele ungeschlagen. Gästemannschaften reden schon bei der Ankunft über die Atmosphäre, was meistens das Zeichen dafür ist, dass sie vor dem Anpfiff halb verloren haben.
Ein Mittelfeldspieler wird daran gemessen, ob die Mannschaft funktioniert, wenn er auf dem Platz steht — kaum zu sehen und im Rückblick vollkommen offensichtlich. 19 Aktionen, 7.12, und ein Trainer, der ihn so schnell nicht wieder auswechselt.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei Fenerbahce tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei Fenerbahce diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
4 Spiele ohne Niederlage, und dann Besiktas. Niemand im Stadion hat so getan, als ginge es ewig weiter; dass es ausgerechnet hier endet, hat aber auch niemand erwartet.
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Ederson
96 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. Fenerbahce verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Arda Güler und ein Mitspieler haben sich diese Woche Dinge gesagt, die sich in einer Woche nicht zurücknehmen lassen. Um Fußball ging es nicht, und am Samstag spielen beide.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Levent Mercan ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Fenerbahce hat der Abschied leise begonnen.
Die Serie ohne Niederlage steht bei 8. Manche Spiele waren Siege, manche waren Fluchten, aber eine Mannschaft, die sich weigert zu verlieren, ist eine Mannschaft, über die andere Kabinen reden.
Jede Serie endet an einem Nachmittag, den irgendwer als Pflichtaufgabe abgehakt hatte. Diese hielt 4 Spiele — lang genug, dass eine Stadt aufgehört hatte mitzuzählen, und kurz genug, dass sie sich genau merkt, wer sie beendet hat.
Die Trainerbank28.11.2033
Das Urteil des Trainers
„Ich bin frustriert, ganz ehrlich. Wir haben genug getan, um zu gewinnen, und wir haben nicht gewonnen.“ Merih Ozdemir versteckte es nach dem 0‑0 nicht, und in der Kabine von Fenerbahce tat es auch niemand.
Es wird nie verkündet und ist vollkommen sichtbar: Die größten Nachmittage der Saison enthalten ihn immer wieder. Eine Pressetribüne hat das längst begriffen, bevor im Verein irgendjemand ein Wort davon bestätigt.
Neunzig Minuten, zwei Torhüter mit sauberen Handschuhen und kein Abschluss, den man aufheben möchte. Goztepe wird mit dem Punkt die zufriedenere Seite sein.
In jedem Kader gibt es jede Saison für irgendwen so ein Spiel. Dieses gehört Erencan Yardımcı: der Verein, der ihn zuerst kannte, die Anhänger, die in der ersten Minute entscheiden, ob sie applaudieren, und Fenerbahce, das ihn braucht, als ginge ihn das alles nichts an.