Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Miguel Perez ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei New York Red Bulls hat der Abschied leise begonnen.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei New York Red Bulls diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
17 Tage, sagt der Befund — und Befunde sind gnädiger als die Wirklichkeit. Die Spiele in diesem Zeitraum sind ab sofort die Aufgabe von jemand anderem.
Kader23.10.2034
Worte auf dem Trainingsplatz von New York Red Bulls darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Gustavo Mosquera steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Ein in einem Transferfenster neu gebauter Kader zahlt dafür in einer Währung, die niemand einplant. Der Fußball ist nicht schlechter als die Summe der Spieler; er ist schlechter als die Summe der Spieler, die schon einmal zusammengespielt haben.
Jeder Trainer hat im Kopf eine kurze Liste der Männer, die er auf dem Platz haben will, wenn es ernst wird, und sie wird nie veröffentlicht. Die Aufstellungen für die großen Nachmittage sagen, dass Newton darauf steht.
Als Schlagzeile taugt es wenig, und es ist der Grund, warum Spieler dem nächsten Versprechen glauben. New York Red Bulls sagte Gustavo Mosquera, etwas werde passieren, und dann passierte es — was in dieser Branche als bemerkenswert durchgeht.
Jordan Farr ist 40 und hat nichts mehr zu beweisen. Geblieben ist ihm, wo man steht, wann man das Tempo herausnimmt und was man in der Halbzeit sagt, und nichts davon steht auf einem Laufdatenblatt.
Er fragte nach seiner Zukunft und bekam eine Antwort, in der Minuten vorkamen. Der Trainer hat jetzt ein Versprechen gegeben, in einem Haus, in dem man sich Versprechen merkt, und die Uhr läuft.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum New York Red Bulls offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Das Angebot von Chicago Fire für Benja Cremaschi wurde angehört und noch am selben Tag zurückgeschickt. Erste Gebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Die erste Niederlage nach 11 Spielen. Der Trainer wird sagen, sie musste irgendwann kommen; die Kabine wird sagen, nicht gegen Chicago Fire; die Anhänger werden die ganze Woche beides sagen, in dieser Reihenfolge.
Das Angebot ging diese Woche an Nashville SC, und die Antwort liegt bei ihnen. Erste Angebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
„Ich habe nichts Schlechtes über diesen Ort zu sagen. Ich muss nur woanders sein.“ Jetzt steht es schwarz auf weiß, und New York Red Bulls können nicht länger so tun, als hätten sie nichts gehört.
Noch ein Name auf der Liste: FC Cincinnati hat die Frage gestellt, die sich im Fußball gerade alle über Miguel Perez stellen. Die Antwort von New York Red Bulls hat sich nicht geändert — noch nicht.
Das Angebot ging diese Woche an DC United, und die Antwort liegt bei ihnen. Erste Angebote sollen selten durchgehen; sie sollen herausfinden, wie laut die Tür zufällt.
Die Anfrage wurde gestellt, und die Antwort kam in einem Satz zurück. Es liegt keine Zahl auf dem Tisch, weil es keine Zahl gegeben hätte, die gereicht hätte.
Kurz notiert
TransferzieleKein Wechsel von Daniel Wright zu diesem Preis
SpielernotenJack McGlynn schlägt sie einen nach dem anderen
Ein Knochen, die eine Verletzung mit Kalender. New York Red Bulls wird ein Rückkehrdatum nennen und damit, ungewöhnlich für diese Branche, wahrscheinlich recht behalten.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um New York Red Bulls spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Austin FC wird ihn bis Juni weiter aufstellen und danach nichts für ihn bekommen. Tahir Reid-Brown hat einen Wechsel zu New York Red Bulls vorab vereinbart, und die Einzigen, die dabei verlieren, sind die, die den Vertrag auslaufen ließen.
Wer nach dem Abpfiff fragte, was die Teams trennte, bekam einen Namen: Jérémie Boga. 2‑1 gegen Atlanta United FC — und der Applaus am Ende galt vor allem ihm.
58 Tage, sagt der Befund — und Befunde sind gnädiger als die Wirklichkeit. Die Spiele in diesem Zeitraum sind ab sofort die Aufgabe von jemand anderem.
Gelungene Dribblings: 18. Er ging an Leuten vorbei, als hätte man ihm einen Preis dafür versprochen, und am Ende tat der Außenverteidiger nicht einmal mehr so, als versuche er es.
Kurz notiert
KaderWorte auf dem Trainingsplatz von New York Red Bulls darüber, wer wie hart arbeitet
SpielernotenSnyder Brunell spielte einen anderen Nachmittag als alle anderen
TransfermarktBrian Schaefer wird mit einem Abgang in Verbindung gebracht
4 Siege in Serie verändern, wie Gegner sich aufwärmen: leiser, mit mehr Blicken herüber. Serien reißen, das weiß jeder — aber in dieser Kabine plant niemand damit.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei New York Red Bulls tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Kader19.09.2033
Gustavo Mosquera gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
João Teixeira und ein Mitspieler sind aneinandergeraten, und nicht wegen Fußball. Trainingsgelände sind kleine Orte, und eine lange Saison macht sie kleiner.