Justin Kluivert verletzt sich am Kniebandapparat — 74 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 74 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Mannschaft. 15 Paraden, etliche davon der Sorte, die niemand für haltbar hält, und am Ende ein Ergebnis, das allen vor ihm schmeichelt.
2‑1. Im internationalen Fußball findet ein Verein heraus, was er wirklich ist — und Borussia Mönchengladbach hat dieses Herausfinden gegen Galatasaray gut überstanden.
Spielernoten05.10.2037
Doppelpack, und Santiago Giménez nimmt den Nachmittag mit — 8.39
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Santiago Giménez hat sie erzeugt, und die 8.39 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Jannik Schuster ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei Borussia Mönchengladbach hat der Abschied leise begonnen.
„Ich habe Ambitionen, und ich würde mir wünschen, dass der Klub sie teilt.“ Niemand hat um einen Wechsel gebeten, niemandem wurde die Tür gezeigt – aber diesen Satz wählt ein Spieler mit Bedacht, und in der Chefetage hört man ihn genau so, wie er gemeint war.
Jetzt 9 Spiele ungeschlagen. Manche wurden erarbeitet, manche überstanden — aber es entsteht eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten sind das Schwerste, wogegen man im Fußball spielen kann.
Giovanni Reyna stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Die 89. Minute, das halbe Stadion schon auf dem Weg zum Ausgang, und Lennart Karl entschied, dass niemand irgendwohin geht. St. Pauli blieb keine Zeit für eine Antwort.
349 Einsätze in 12 Spielzeiten und einem einzigen Trikot. So eine Laufbahn plant heute niemand mehr; sie passiert einer bestimmten Sorte Fußballer in einer bestimmten Sorte Verein.
„Ich will um Titel spielen, solange meine Beine es zulassen.“ Nichts an diesem Satz ist ein Wechselgesuch — und niemand bei TSG Hoffenheim hat ihn als etwas anderes gehört.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ TSG Hoffenheim erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei TSG Hoffenheim diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
Note 10.00 — so eine Zahl schreibt ein Reporter zweimal auf, um sicher zu sein. Alles, was er versuchte, gelang; was er nicht versuchte, war es nicht wert.
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 45 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
Spielernoten13.10.2036
Doppelpack, und Leon Avdullahu nimmt den Nachmittag mit — 8.46
Es gibt eine besondere Stille im Gästeblock, wenn ein Mann zweimal trifft. Leon Avdullahu hat sie erzeugt, und die 8.46 neben seinem Namen ist allen anderen gegenüber eher großzügig.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Mannschaft. 6 Paraden, etliche davon der Sorte, die niemand für haltbar hält, und am Ende ein Ergebnis, das allen vor ihm schmeichelt.
Spielernoten13.10.2036
Das Alter hat Fisnik Asllani noch nicht eingeholt — 7.94
Mit 34 soll er eigentlich seine Minuten einteilen. Stattdessen bekam er eine 7.94 und wirkte neunzig Minuten lang exakt wie der Spieler, an den sich alle erinnern.
„Ich erinnere mich an das Gespräch. Ich erinnere mich genau daran, was darin versprochen wurde.“ TSG Hoffenheim erinnert sich womöglich anders — und genau das ist das Problem.
Zwischen den Vereinen ist alles geklärt, der Rest sind Papiere und ein Foto. Rund um TSG Hoffenheim spricht man bereits in der Vergangenheitsform über ihn.
Kader13.10.2036
Patrick Wimmer gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Ein 2‑1 gegen Köln, erarbeitet statt geschenkt – und die Sorte Nachmittag, nach der alle über die nächste Woche reden statt über diese.
Spielernoten13.10.2036
Bazoumana Touré spielte einen anderen Nachmittag als alle anderen
8.27. Es gibt Leistungen, die ein Zuschauer jemandem beschreibt, der nicht dabei war, und einfach nicht rüberbringt; dies war eine, und die Zahl hilft dabei auch nicht.
Brutal, eindeutig und, bei allem Schrecken des Moments, meist weniger karriereprägend als das Band, vor dem alle mehr Angst haben. 82 Tage, ein klarer Zeitplan und ein Rückkehrdatum, mit dem sich tatsächlich planen lässt.
„Mir wurde gesagt, welche Rolle ich habe, und darauf habe ich unterschrieben. Passiert ist nichts.“ Ein Vorwurf mit Datum lässt sich am schwersten aus der Welt schaffen.
Es gibt ein Alter, ab dem jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher beschrieben wird — unfair und zugleich zutreffend. 8.65 mit 35, und niemand auf dem Platz war besser.
336 Einsätze in 11 Spielzeiten und einem einzigen Trikot. So eine Laufbahn plant heute niemand mehr; sie passiert einer bestimmten Sorte Fußballer in einer bestimmten Sorte Verein.
7.73, 1 auf der Torschützenliste und die spezielle Komik eines Abwehrspielers, der jubelt wie jemand, der das jede Woche tut. Tut er nicht — und genau deshalb reagierte das Stadion so, wie es reagierte.
Spiel06.09.2036
Kein Ende in Sicht: TSG Hoffenheim wartet weiter auf einen Sieg
Nun 4 Spiele ohne Sieg, und die Ausreden sind dünner geworden als die Geduld. Irgendjemand bei TSG Hoffenheim muss irgendwoher ein Ergebnis holen.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum TSG Hoffenheim offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Kader25.08.2036
Felix Uduokhai verletzt sich am Kniebandapparat — 28 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 28 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
An manchen Nachmittagen ist der Torhüter die ganze Mannschaft. 9 Paraden, etliche davon der Sorte, die niemand für haltbar hält, und am Ende ein Ergebnis, das allen vor ihm schmeichelt.
Es gibt ein Alter, ab dem jeder gute Nachmittag als Erinnerung an früher beschrieben wird — unfair und zugleich zutreffend. 8.03 mit 35, und niemand auf dem Platz war besser.
Ablöse geeinigt, Vertrag geeinigt, Medizincheck terminiert. Jeremy Arévalo ist am Wochenende der Spieler eines anderen Klubs — und bei TSG Hoffenheim hat der Abschied leise begonnen.
„Vor der Unterschrift wurde mir einiges gesagt. Ich werde es nicht wiederholen, aber ich erinnere mich an jedes Wort.“ TSG Hoffenheim schweigen dazu, was auch eine Antwort ist.
11 Jungen rücken auf, und irgendwo im Gebäude erleben die Leute, die sie mit zwölf trainiert haben, still den besten Vormittag ihres Arbeitsjahres. Nichts davon taucht in einem Ergebnis auf, und genau dafür gibt es die Akademie.
Keine Ablöse, keine Vorstellung, kein Berater auf der Treppe. Friedrich Otto ist seit Kindertagen bei diesem Verein und gehört nun offiziell zum Profikader — was für eine lokale Leserschaft jeden Transfer jeder Größe schlägt.
Knochen wachsen zusammen. Das ist das eine Gnädige an dieser Verletzung und der Grund, warum TSG Hoffenheim offener darüber spricht als über ein Knie. Er kommt zurück — und ungefähr dann, wann sie es sagen.
Kader18.08.2036
Eine Knieverletzung der schlimmsten Sorte für Felix Uduokhai
36 Tage laut Prognose — und ein langes, privates, unglamouröses Jahr Reha, das niemand sieht. TSG Hoffenheim verliert einen Fußballer; er verliert erheblich mehr als eine Saison.
Ozan Kabak stand im Zentrum, und als man sie trennte, waren drei oder vier weitere beteiligt. Trainingsgelände sind enge Orte, und lange Saisons machen sie enger.
Die Vereine sind sich einig, der Rest ist Formsache: ein Medizincheck, ein Foto, eine Unterschrift. Bei TSG Hoffenheim tut niemand mehr so, als würde er dieses Trikot noch einmal tragen.
Kader18.08.2036
Worte auf dem Trainingsplatz von TSG Hoffenheim darüber, wer wie hart arbeitet
Jemand hat laut ausgesprochen, was mehrere gedacht haben. Bazoumana Touré steht im Zentrum, und die Mannschaft erfährt jetzt, ob der Standard steigt oder die beiden schlicht aufhören, miteinander zu reden.
Der Name Ralf Meyer ist in Gesprächen gefallen, an denen TSG Hoffenheim nicht beteiligt war. Nichts Offizielles, nichts Unterschriebenes – aber auch nichts daran zufällig.
Kurz notiert
TransfermarktDie Geschichte um Wouter Burger will nicht sterben
Felix Uduokhai verletzt sich am Kniebandapparat — 106 Tage Pause
Die Worte, die ein Physiotherapeut langsam ausspricht. 106 Tage wird der Verein melden, und jeder, der diese Diagnose schon einmal gehört hat, weiß, dass die Zahl das Geringste ist: Das Knie kommt vor dem Spieler zurück.
Es ging nicht um Fußball, und jeder, der es gesehen hat, weiß das. Zwei Männer, die am Samstag zusammen spielen müssen, haben bei TSG Hoffenheim diese Woche Dinge gesagt, die länger als eine Woche brauchen.
„Das ist keine Wut. Ich denke seit Monaten darüber nach, und nichts von dem, was zuletzt passiert ist, hat daran etwas geändert.“ Das Gesuch liegt auf einem Schreibtisch bei TSG Hoffenheim — und es wird nicht zurückgezogen.
Kader16.06.2036
Bazoumana Touré gerät wegen der Ansprüche mit einem Mitspieler aneinander
Der älteste Streit jeder Kabine und der einzige, bei dem es wirklich um Fußball geht: Einer findet, der andere legt zu wenig hinein. Es ist auch der Streit, über den ein Trainer insgeheim nicht unglücklich ist.
Keine Formphase — ein echter Schritt nach oben, über Monate gehalten. Mit 19 kann er auf diesem Niveau Dinge, die er zu Saisonbeginn nicht konnte, und der Trainerstab sagt Ihnen genau welche.